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Lufthansa trotz Ölpreis mit steigenden Gewinnen - Prognose bestätigt

Dank Preiszuschlägen, Kostensenkungen und deutlichen Passagierzuwächsen hat die Deutsche Lufthansa im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten den Gewinn über Markterwartungen gesteigert.

dpa-afx FRANKFURT. Dank Preiszuschlägen, Kostensenkungen und deutlichen Passagierzuwächsen hat die Deutsche Lufthansa im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten den Gewinn über Markterwartungen gesteigert. Wie die Fluggesellschaft am Mittwochabend nach Börsenschluss in Frankfurt mitteilte, stieg der operative Gewinn im dritten Quartal trotz des hohen Ölpreises von 200 auf 218 Mill. Euro. Nach Berechnungen von dpa-AFX betrug der Nettogewinn 125 Mill. Euro. Unverändert rechnet Lufthansa für das Gesamtjahr mit einem operativen Gewinn von rund 300 Mill. Euro.

In den ersten neun Monaten erzielte die Gesellschaft ein operatives Plus von 251 Mill. Euro, nachdem sie vor einem Jahr ein Minus von 154 Mill. Euro eingeflogen hatte. Der Gewinn nach Steuern erreichte 164 Mill. Euro nach 409 Mill. Euro Verlust vor einem Jahr.

Damit übertraf die Gesellschaft geringfügig die Durchschnittserwartung des Finanzmarktes. Die 13 von dpa-AFX befragten Analysten hatten durchschnittlich mit 210 Mill. Euro operativem Gewinn für das dritte Quartal gerechnet. Die Schätzungen schwankten zwischen 164 und 267 Mill. Euro. Beim Nettogewinn prognostizierten sie 124 (Spanne: 33 bis 227) Mill. Euro.

Markterwartung Getroffen

Für die ersten neun Monate hatten die Experten durchschnittlich ein operatives Plus von 243 Mill. Euro vorausgesagt. Die Spanne reichte von 197 bis 300 Mill. Euro. Der Nettogewinn wurde bei einer Spanne zwischen 72 und 266 Mill. Euro im Durchschnitt bei 163 Mill. Euro gesehen.

In einer ersten Reaktion bezeichnete HVB-Analyst Uwe Weinreich die ersten Kennzahlen als "unspektakulär", da die Zahlen die Markterwartung getroffen hätten und der Ausblick erwartungsgemäß bestätigt worden sei. Eine Einschätzung der Yield-Entwicklung sei nicht möglich, da die Gesellschaft keine Angaben zum Umsatz gemacht habe. Er werde deshalb am Donnerstag besonders darauf achten, wie sich die Durchschnittsrendite entwickelt habe.

In den vergangenen Monaten musste die Lufthansa gegen den hohen Rohölpreis ankämpfen. Im Sommer hatte das Unternehmen einen Kerosinzuschlag eingeführt, der im Oktober auf sieben bis 17 Euro pro Streckenabschnitt erhöht worden war. Nach Angaben der Lufthansa vom August erwartet das Unternehmen für das laufende Jahr eine Treibstoffrechnung von rund 1,8 Mrd. Euro. Trotz der erhöhten Preise stieg die Zahl der Fluggäste bei der Lufthansa deutlich an. So zählte die Fluggesellschaft in den ersten zehn Monaten 2004 rund 43 Mill. Fluggäste, das sind 12,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

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