LVMH, Sotheby's, Porsche
Glänzende Gewinne mit Luxus-Aktien

Auch in Krisenzeiten lässt sich mit Luxuswaren viel Geld verdienen. Das gilt auch an der Börse. Luxus-Aktien sind zwar nicht ganz billig, können sich aber schnell rechnen. Welche Marken interessant sind.
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DüsseldorfEine lange vernachlässigte und richtig günstige Luxus-Aktie gibt es aus Sicht der Investoren leider nicht. Anleger suchen Unternehmen mit starken und stabilen Gewinnen, hohen Dividenden und extrem niedrigen Bewertungen im weltweiten Luxus-Index vergeblich. Und doch sind die Aussichten für Geldanleger in diesem Segment durchaus glänzend.

Denn die meisten Luxus-Unternehmen bestechen mit einer außerordentlich soliden Ertragsentwicklung in guten wie in schlechten Zeiten. Selbst im großen Krisen- und Abschwungjahr 2009 war eine kaufkräftige Klientel in den großen Industrieländern und den Schwellenländern wie China, Russland und den ölreichen Staaten im Nahen Osten bereit, hohe Preise für Kunst, Uhren, Schmuck und Kleider zu zahlen – und zwar deutlich höhere Preise, als es die bloßen Herstellungskosten vielleicht nahelegen.

Der Preisaufschlag für bekannte Marken spiegelt sich in sehr hohen Margen für die entsprechenden Unternehmen wider. Das heißt, mit jedem Euro Umsatz bleibt bei den meisten Luxus-Firmen sehr viel Gewinn hängen. Solch eine Konstellation, wie sie bei Unternehmen in herkömmlichen Börsen-Indizes die Ausnahme, im Luxus-Index aber die Regel ist, rechtfertigt Bewertungsaufschläge.

Weltweit größtes Unternehmen in der Branche ist LVMH mit einer Börsenkapitalisierung von 64 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Das entspricht dem Wert des Softwarekonzerns SAP, des zweitteuersten Unternehmens in Deutschland. Die LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton S.A. hält die Mehrheit und Rechte an gut 60 Luxusmarken, die der Konzern weltweit in fast 3 000 Geschäften verkauft. Bekannteste Marken sind der Champagner Moët & Chandon, Mode von Louis Vuitton, Uhren von TAG Heuer und Wein vom Gut Château d’Yquem, dessen Geschichte bis in das Jahr 1593 zurückreicht.

Rentable Geschäfte

KGV 2012


LVMH verdiente im abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Strich drei Milliarden Euro. Bei einem Umsatz von 23,7 Milliarden Euro kommt LVMH auf eine stolze Nettorendite von 13 Prozent. Das schafft im deutschen Börsenindex Dax nur ein Unternehmen: SAP. Ob auf Sicht von einem Jahr, drei Jahren oder fünf Jahren – Anleger erzielten mit LVMH immer Kursgewinne. Aktuell bezahlen Anleger LVMH mit dem 18-Fachen des für 2012 erwarteten Nettogewinns. Das ist relativ viel – zumindest verglichen mit Durchschnittsunternehmen im Dax, Euro Stoxx 50 oder Dow Jones. Hier gibt es die meisten Aktien für weniger als den 15-fachen Jahresgewinn.

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  • Es gibt eine Markttheorie nach der sich Märkte im Verlauf der Zeit verändern. Haben Sie am Beginn die Form einer Zwiebel, so nehmen sie mit der Zeit die Form einer Glocke an. Die Zwiebel ist oben spitz und schmal, in der Mitte bis nach unten bauchig. Die Glocke ist oben dick wird in der Mitte schmal und ist nach unten breit. So scheint sich auch unsere Gesellschaft verändert zu haben, wenn man diese Theorie darauf anwendet. Gegenüber der Zwiebel ist die Glocke oben viel dicker, will sagen wir haben heute mehr Wohlhabende als früher, während die Glocke unten breiter als die Zwiebel ist, das heißt wir haben heute mehr arme als früher und die Mitte, die das Wachstum garantiert, Schwindet dahin, Deshalb wachsen die Luxusmärkte und Discounter und die Mittelschicht siecht dahin auf schmalem Grad.

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