M.M. Warburg senkt Einstufung von MAN auf „Hold“
Quartalszahlen lasten auf MAN-Aktien

Analysten zufolge sind die Drittquartalszahlen von MAN positiv, aber unspektakulär ausgefallen. Größere Überraschungen enthielten sie nicht, konstatiert Robert Herberger, Analyst bei Merck Finck & Co. Die Nutzfahrzeug-Sparte habe ihren positiven Trend im dritten Quartal fortsetzen können, dagegen habe der Bereich Druckmaschinen einen höher als erwarteten Verlust ausgewiesen. Herberger belässt sein Anlageurteil am Mittwoch auf "Hold".

HB FRANKFURT. Die Analysten von M.M. Warburg haben die Aktien des Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzerns MAN auf „Hold“ von zuvor „Buy“ heruntergestuft. Die Ergebnisse des dritten Quartals seien zwar besser als im Vorjahreszeitraum, aber immer noch schwach, teilte M.M. Warburg am Mittwoch mit. Zudem sei der Auftragseingang gesunken.

MAN hatte am Mittwoch einen Anstieg des Vorsteuergewinns im dritten Quartal auf 48 (Vorjahr: 38) Millionen Euro bekannt gegeben. Der Auftragseingang war aber um acht Prozent gesunken.

Die MAN-Aktie sank in einem schwächeren Gesamtmarkt um 4,3 Prozent auf 22,55 Euro und war am Nachmittag der stärkste Verlierer im Dax.

Die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) ließ die MAN-Einstufung unverändert bei "Marketperformer" und nannte ein Kursziel von 23 Euro bis Ende 2004. Die Zahlen seien wie erwartet ausgefallen, heißt es von LRP-Analyst Michael Punzet. Die positive Entwicklung der Lkw-Sparte sei auf die Restrukturierungen zurückzuführen, wohingegen der Bereich Druckmaschinen weiter unter der schwachen Branchenkonjunktur leide.

Die WGZ-Bank empfahl MAN nach wie vor zum "Kauf". Die vorgelegten Zahlen erfüllten exakt die Erwartungen, so Analyst Rolf Geck. Hauptantrieb für das Ergebnis sei erwartungsgemäß die Kernsparte Nutzfahrzeuge, die von den deutlichen Restrukturierungserfolgen profitiere. Für das Gesamtjahr sei aber besonders bei den Nutzfahrzeugen das vierte Quartal sehr wichtig. Hier habe der Vorstand vage das Ziel eines verbesserten Ergebnisses formuliert. Für das kommende Jahr sei dann ein großer Schritt in wieder deutlich höhere Ergebnis- und Renditedimensionen zu erwarten. Geck erhöhte das Kursziel für MAN daher auf von 25,50 auf 29 von 25,50 Euro.

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