Märkte spekulieren über einen Verkauf des Grundstücks- und Immobilienbesitzes im Wert von rund 22 Milliarden Dollar
Gerüchte treiben die McDonald’s-Aktie

Spekulationen um die Immobilienpolitik haben die Aktie von McDonald’s in jüngster Zeit kräftig nach oben getrieben. An den Märkten halten sich hartnäckig Gerüchte, dass die größte Fast-Food-Kette der Welt über eine Ausgliederung ihres umfangreichen Grundstücks- und Immobilienbesitzes nachdenkt.

HOUSTON. Auch die Tatsache, dass McDonald’s Chef Jim Skinner wiederholt betont hat, ein solcher Schritt stehe nicht zur Debatte, haben da nichts geholfen. „Das wäre weder im besten Interesse unseres Systems noch unserer Aktionäre“, sagte Skinner in einer Stellungnahme. Experten schätzen, dass der Wert des gesamten McDonald’s- Grundbesitzes bei etwa 22 Mrd. Dollar liegen dürfte.

Die Gerüchte haben zudem einen interessanten Hintergrund. Denn vor einigen Tagen wurde bekannt, dass die US-Immobilien-Beteiligungsgesellschaft Vornado Realty Trust im vergangenen Quartal auf einen Schlag rund 15 Millionen McDonald’s-Aktien aufgekauft hat. Vornado Realty besitzt damit jetzt einen Anteil von 1,2 Prozent. Die Beteiligungsgesellschaft gilt als einer der aggressivsten börsennotierten Immobilientrusts und war zuvor bereits bei der konkursbedrohten Kaufhauskette Sears eingestiegen.

Getragen werden die Spekulationen zudem von einer weiteren Nachricht. Denn vor wenigen Wochen enthüllte der Hedge-Fonds Pershing Square Capital eine Beteiligung von fast fünf Prozent an McDonald’s. Pershing besitzt daneben Anteile an dem McDonald’s-Konkurrenten Wendy’s. Experten schätzen den Fonds als die treibende Kraft hinter der jüngsten Ausgliederung verschiedener Unternehmenssparten von Wendy’s ein.

Die McDonald’s-Aktie hat seit Juli um rund 20 Prozent zugelegt und notiert derzeit knapp über 33 Dollar. Experten sind allerdings über die ablehnende Haltung in der Chefetage erleichtert. Analyst Carl Sibilski vom Finanzdienstleister Morningstar befürchtet, dass McDonald’s als Mieter seiner eigenen Anlagen höheren Geschäftsrisiken ausgesetzt wäre als in der jetzigen Situation. „Eine solche Abspaltung könnte den Aktienpreis auf 40, vielleicht bis auf rund 45 Dollar treiben“, sagt sein Kollege Larry Miller von der Prudential Equity Group. „Wir erwarten aber, dass McDonald’s dieses Niveau auch ohne eine Abspaltung erreichen kann, da sich die Fundamentaldaten im Moment langsam bessern. Dadurch wäre eine Abwicklung nicht mehr so notwendig.“

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