Aktien
MAN fallen nach Q1-Zahlen ans Dax-Ende - 'Sell on good news'

Für die Aktie des Maschinenbau- und LKW-Herstellers MAN hat sich der Wind nach guten Zahlen am Dienstag gedreht.

dpa-afx FRANKFURT. Für die Aktie des Maschinenbau- und LKW-Herstellers MAN hat sich der Wind nach guten Zahlen am Dienstag gedreht. Im Anschluss an die überdurchschnittliche Entwicklung im frühen Handel rutschte der Titel am Vormittag in die Verlustzone und gab bis 11.00 Uhr als schwächster Wert im Dax um 1,67 Prozent auf 33,00 Euro nach. Der Index war zugleich bei 4 296,89 Punkten um 0,10 Prozent nur noch hauchdünn über dem Vortagesschluss.

Es sei nun nicht ganz einfach, ein "Haar in der Suppe zu finden", sagte Analyst Richard Schramm von der Handelsbank Hsbc Trinkaus & Burhardt in Düsseldorf. Er nannte die vergleichsweise schwache Leistung der Druckmaschinensparte sowie den "wenig spezifischen" Ausblick und die Belastungen aus den hohen Stahlpreisen. "In der Summe hat MAN die Erwartungen aber gut erfüllt", sagte Schramm und führte die Verluste auf Verkäufe im Sinne der Börsenregel "Sell on Good News" zurück.

MAN rechnet in diesem Jahr mit Mehrbelastungen aus steigenden Stahlpreisen zwischen 80 und 100 Mill. Euro brutto, wie Finanzchef Ferdinand Ballestrem auf einer Telefonkonferenz nach der Vorlage der Quartalsbilanz erklärte. Die Belastungen sollen zum größten Teil durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden.

"Die vorgelegten Zahlen lagen sowohl über unseren als auch den Konsensschätzungen", hieß es in einer Markteinschätzung der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) in Mainz. "Wir sehen unsere positive Haltung zu MAN bestätigt". Der Auftragseingang bei MAN habe aber von Großaufträgen profitiert: "Ohne den MoD-Auftrag in Höhe von 1,4 Mrd. Euro hätte der Zuwachs neun Prozent betragen", hieß es bei den Mainzern.

Das operative Ergebnis von MAN stieg den Angaben zufolge um 67 Prozent von 63 auf 105 Mill. Euro. Der Überschuss wurde mehr als verdoppelt: Nach Steuern blieben 56 (Vj: 26) Mill. Euro. Von dpa-AFX befragte Experten hatten im Durchschnitt mit einem operativen Ergebnis bei 105,1 Mill. Euro und einem Überschuss von 50,55 Mill. Euro gerechnet. Der Umsatz kletterte im Auftaktquartal um elf Prozent auf 3,2 Mrd. Euro.

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