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MAN schwach - Händler: 'Sell on good News'; 'Zahlen sind gut'

Trotz guter Unternehmenszahlen haben die Aktien von MAN am Donnerstag deutlich nachgegeben. Das Papier fiel bis 09.30 Uhr um 2,00 % auf 27,90 €. Vorbörslich war das Papier noch um knapp zwei Prozent gestiegen. Der deutsche Leitindex DAX stieg um 0,11 % auf 3 683,01 Punkte.

dpa-afx FRANKFURT. Trotz guter Unternehmenszahlen haben die Aktien von MAN am Donnerstag deutlich nachgegeben. Das Papier fiel bis 09.30 Uhr um 2,00 % auf 27,90 €. Vorbörslich war das Papier noch um knapp zwei Prozent gestiegen. Der deutsche Leitindex DAX stieg um 0,11 % auf 3 683,01 Punkte.

"Die Zahlen waren gut", betonte ein Händler. "Die Verluste sind wohl auf die alte Börsenweisheit: 'Sell on good News' zurückzuführen; also bei guten Nachrichten verkaufen." Vereinzelt äußerten sich Börsianer zu dem Auftragseingang kritisch. Der Tenor war jedoch insgesamt ganz überwiegend positiv.

Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern hatte im zweiten Quartal getragen vom Lkw-Boom in Westeuropa und Restrukturierungserfolgen das Ergebnis deutlich gesteigert. Auch das Auftragspolster nahm weiter zu. Es sei erstaunlich, dass die Prognose nicht angehoben werde, sagte ein Händler. Ein anderer Börsianer sagte: "Die Daten fielen allesamt besser als erwartet aus." Allerdings seien die Erwartungen auch sehr hoch gewesen.

MAN verdiente im zweiten Quartal vor Zinsen und Steuern (Ebit) 143 Mill. €. Im Vorjahresquartal hatte der Konzern noch ein bereinigtes Ebit in Höhe von 104 Mill. € erwirtschaftet. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten, die durchschnittlich mit 134 Mill. € gerechnet hatten. Vor Steuern standen 106 Mill. € in der Bilanz nach 63 Mill. € im Vorjahr. Die Experten hatten im Schnitt mit einem Vorsteuerergebnis bei 94 Mill. € gerechnet.

Auch andere Börsianer äußerten sich sehr zufrieden mit den Zahlen von MAN. "Der Konzern hat mit seinen Daten durch die Bank weg die Erwartungen übertroffen", sagte ein Händler. Positiv wertete er auch die bestätigte Prognose. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern damit, sein Vorsteuerergebnis mit konjunkturellem Rückenwind um mehr als 50 % erhöhen zu können. Der Auftragseingang soll über 10 % wachsen. "Das hört sich alles sehr gut an", sagte der Händler.

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