Aktien
MAN trotz guter Zahlen im Minus - Analysten: Gewinnmitnahmen

Aktien des Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzerns MAN sind am Donnerstag trotz guter Quartalszahlen mit Kursverlusten in den Handel gestartet. Bis 10.25 Uhr gab die Aktie 0,94 Prozent auf 28,53 Euro nach.

dpa-afx FRANKFURT. Aktien des Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzerns MAN sind am Donnerstag trotz guter Quartalszahlen mit Kursverlusten in den Handel gestartet. Bis 10.25 Uhr gab die Aktie 0,94 Prozent auf 28,53 Euro nach. Der Dax stand gleichzeitig nahezu unverändert 0,03 Prozent im Minus bei 4 087,97 Punkten. Händler und Analysten führten die Kursverluste vor allem auf Gewinnmitnahmen zurück. Die Zahlen wurden indes positiv bewertet.

"Nach guten Zahlen nehmen die Leute einfach Gewinne mit", sagte Analyst Albrecht Denninghoff von der Hypovereinsbank. Eine Rolle spiele vielleicht, dass es nach wie vor unklar sei, wie es mit der Druckmaschinensparte des Konzerns weitergehe. Auch Ängste, die Nachfrage könnte sich abschwächen, seien vorstellbar. "Alles in allem aber halte ich die Kursverluste für übertrieben. Die Zahlen waren sehr gut. Es läuft alles in die richtige Richtung."

Besonders die Lastwagen-Sparte habe deutlich besser abgeschnitten als erwartet, sagte Denninghoff. Auch die erhöhte Prognose für den Vorsteuergewinn sollte eigentlich für gute Laune sorgen. "Es ist sehr erfreulich, dass die Anhebung schon jetzt kam, obwohl sie nur einen Tick besser ist als die Konsensschätzung für das Gesamtjahr von 447 Mill. Euro. Ich denke, da sollte nach oben noch was drin sein." Schwächen zeigten sich allenfalls in den Bereichen Finanz- und Industriedienstleistungen.

Anaylst Michael Punzet von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) lobte die Zahlen des Münchener Konzerns. "Die Zahlen waren besser als der Konsens und die 450 Mill. Vorsteuergewinn sollten locker zu erreichen sein." Dass der angeschlagene Druckmaschinenbereich operativ den Sprung in die Gewinnzone schaffte, sei ein zusätzliches Plus. "Warum die Aktie verliert, kann ich mir also nicht so recht erklären."

Im dritten Quartal hatte MAN die Erlöse von 3,261 auf 3,519 Mrd. Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte von 89 auf 148 Mill. Euro. Damit übertraf der Konzern die Analystenprognosen. Die 15 von dpa-AFX befragten Experten hatten hier im Durchschnitt mit 138,6 Mill. Euro gerechnet. Für die ersten neun Monate ergab sich so eine Ebit-Steigerung von 205 auf 368 Mill. Euro. Für das laufende Jahr rechnet MAN nun mit einem Vorsteuergewinn von 450 Mill. Euro. Zur Halbjahresbilanz war noch von "mindestens 400 Mill. Euro" die Rede gewesen.

Zudem soll der Ordereingang eine Größenordnung von gut 16 Mrd. Euro (Vorjahr: 13,7 Mrd Euro) und der Umsatz rund 15 Mrd. Euro (Vorjahr: 13,5 Mrd Euro) erreichen. Für 2005 gab sich MAN zuversichtlich, bei weiter guter Auftragsentwicklung dieses Ergebnis noch einmal ausbauen zu können.

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