Manz-Aktie hebt ab Apple-Zulieferer erhält Großaufträge

Spezialmaschinenbauer Manz kann mit seiner noch jungen Batterie-Sparte Großaufträge einsacken. Die Aktie des Apple-Zulieferers schießt daraufhin am Montagmorgen um fast zehn Prozent in die Höhe.
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Der Spezialmaschinenhersteller profitiert von einem Großauftrag. Quelle: dpa
Apple-Zulieferer Manz

Der Spezialmaschinenhersteller profitiert von einem Großauftrag.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Apple-Zulieferer Manz sieht nach dem Erhalt mehrerer Großaufträge in seiner Batterie-Sparte großes Wachstumspotenzial für den noch jungen Geschäftsbereich. Das Volumen der Bestellungen belaufe sich auf insgesamt rund 50 Millionen Euro, teilte der Spezialmaschinenbauer am Montag mit.

Auf Umsatz und Gewinn werde sich das Geschäft zum Teil noch in diesem Jahr sowie im ersten Halbjahr 2016 niederschlagen. „Mit diesen Aufträgen und dem, was wir noch in Aussicht haben, bin ich für die weitere Entwicklung des Unternehmens optimistisch gestimmt“, sagte Firmenchef Dieter Manz. Die im TecDax notierten Aktien schossen zur Eröffnung um 9,4 Prozent in die Höhe.

Das Batterie-Geschäft des Reutlinger Unternehmens befindet sich gerade im Aufbau. 2014 hatte Manz in der Sparte lediglich 25 Millionen Euro von insgesamt 306 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Anfang des Jahres kamen aber bereits Aufträge im Volumen von 40 Millionen Euro hinzu.

Die Wertvernichter und Börsen-Schocker

GERRY WEBER INTERNATIONAL AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0003304101
Börse
L&S

-0,06 -0,69%
+8,68€
Chart von GERRY WEBER INTERNATIONAL AG INHABER-AKTIEN O.N.
Gerry Weber: Gewinnwarnung schockt Börse
1 von 21

In der Halbjahresstatistik deutscher Aktien landet Gerry Weber auf dem letzten Platz im HDax, dem Index der 110 wichtigsten börsennotierten Konzerne Deutschlands. Ein Blick auf den Chart zeigt deutlich den Zeitpunkt, der den Grund für den Sturz markiert: Anfang Juni schockt der westfälische Modehersteller die Börse mit einer Gewinnwarnung. An einem einzigen Tag – dem 10. Juni – brechen die Papiere um krasse 30 Prozent ein. Die dritte Warnung innerhalb eines Jahres war den Investoren offenbar zu viel.
Kursentwicklung 1. Halbjahr 2015: - 40,3 Prozent

AIXTRON SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A0WMPJ6
Börse
L&S

-0,00 -0,03%
+12,53€
Chart von AIXTRON SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Aixtron: Zahlen enttäuschen Investoren
2 von 21

Für Aixtron ging es bereits im Januar steil bergab, als andere Werte noch kräftig zulegten. Der Spezialmaschinenbauer enttäuschte mit der Bilanz für das Vorjahr; rückläufige Umsatzzahlen setzten dann auch im weiteren Verlauf des ersten Quartals, und selbst die aktuellen Perspektiven überzeugen Marktbeobachter nicht. Analyst David Mulholland von der UBS zum Beispiel hat erst kürzlich die Gewinnerwartungen bis 2017 wegen der sich weiterhin nur langsam erholenden Nachfrage aus dem LED-Markt reduziert.
Kursentwicklung 1. Halbjahr 2015: - 35,0 Prozent

LPKF LASER & ELECTRONICS AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006450000
Börse
L&S

-0,04 -0,49%
+8,85€
Chart von LPKF LASER & ELECTRONICS AG INHABER-AKTIEN O.N.
LPKF Laser & Electronics: Großauftrag hilft nur kurz
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Drittschlechteste Aktie im HDax ist in der Halbjahresstatistik der Elektronikspezialist LPKF – und das trotz eines starken Kursanstiegs Mitte Februar. Damals beflügelten Hoffnungen auf starke Geschäfte den Kurs. Ein Großauftrag aus China ließ die Aktie an einem Tag um satte 15 Prozent nach oben springen. Doch schon im März war es wieder vorbei mit der Euphorie. Das Unternehmen für Lasertechnik meldete einen deutlichen Gewinneinbruch für 2014 und halbierte die Dividende. Die Titel verloren am 24. März mehr als elf Prozent. Mitte Mai schockte ein deutlicher Einbruch des Betriebsgewinns in der Bilanz fürs erste Quartal den TecDax-Wert einmal mehr nach unten. Allein am 13. Mai ging es um neun Prozent abwärts.

Kursentwicklung 1. Halbjahr 2015: - 27,9 Prozent

BILFINGER SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005909006
Börse
L&S

+0,08 +0,21%
+36,90€
Chart von BILFINGER SE INHABER-AKTIEN O.N.
Bilfinger: Mehrfache Warnungen vertreiben Anleger
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Angesichts der vielen schlechten Nachrichten erstaunt es, dass die Bilfinger-Aktie nur auf dem viertletzten Platz im HDax landet. Doch bis Mitte April überwog noch – in der allgemeinen Börsen-Hausse – die Hoffnung, auch der Baukonzern blicke guten Zeiten entgegen. Bilfinger überraschte Mitte Februar mit einem hohen Dividendenvorschlag trotz des Verlustjahres 2014. Dann die herbe Enttäuschung. Im April senkte das Unternehmen zum fünften Mal die Prognose und schockte damit die Investoren. Sie flüchteten in Scharen; die MDax-Aktie stürzte an einem einzigen Tag in der Spitze um mehr als 16 Prozent ab. Eine abermalige Gewinnwarnung machte im Juni weiteren Druck. Zuletzt sorgten die Pläne für den Verkauf des Power-Geschäfts für etwas Entspannung.
Kursentwicklung 1. Halbjahr 2015: - 26,7 Prozent

RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007037129
Börse
L&S

+0,16 +0,96%
+16,42€
Chart von RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
RWE: Konzern und Aktie weiter gebeutelt
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Das Wort „Versorger“ lässt Börsianer schon intuitiv die Stirn runzeln. Die Energiewende hat die Konzerne stark getroffen. Kein Wunder, dass sich RWE ganz hinten in der Halbjahresstatistik findet. Mal sind es Zahlen, mal politische Äußerungen, die die Kurse bewegen. Bis Mitte April hielt sich der Dax-Wert dabei sogar noch ganz tapfer. Anleger hofften zum Beispiel auf eine unveränderte Dividende, und die 2014er-Bilanz kam ganz gut an. Andererseits belasteten die gefallenen Strom-Großhandelspreise weiter die Gewinne. Die sorgten dann insbesondere im zweiten Quartal für Druck auf den Kurs. Anfang Juni sorgte auch das Scheitern der Klage der deutschen AKW-Betreiber gegen die milliardenschwere Kernbrennstoffsteuer für Druck. Dass die angedachte Klimaabgabe nicht kommt, brachte Ende Juni ein wenig Entlastung.
Kursentwicklung 1. Halbjahr 2015: - 24,4 Prozent

DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008232125
Börse
L&S

-0,05 -0,19%
+27,10€
Chart von DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Lufthansa: Streiks stören Investoren
6 von 21

Das Jahr fing ganz gut an für Lufthansa-Aktionäre. Dann kamen die Pilotenstreiks und später Streikdrohungen der Flugbegleiter. All dies verschreckte die Investoren, zumal die Airline unter dem harten Wettbewerb leidet. Der Absturz der Germanwings-Maschine wirkte sich ebenfalls negativ auf den Aktienkurs aus. Im Mai gaben Hoffnungen auf eine europaweite Erholung der Nachfrage im Sommer dem Dax-Wert Impulse.
Kursentwicklung 1. Halbjahr 2015: - 16,0 Prozent

MORPHOSYS AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006632003
Börse
L&S

+0,55 +0,72%
+75,44€
Chart von MORPHOSYS AG INHABER-AKTIEN O.N.
Morphosys: Ende einer Allianz lässt Aktie einbrechen
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Beim Biotechnologie-Unternehmen Morphosys fällt ein massiver Kurseinbruch im März auf, der zusammen mit einer insgesamt schwachen Kursentwicklung dazu beitrug, dass der TecDax-Wert im ersten Halbjahr zu den Verlierern gehört. Der Kurssturz war auf die Beendigung der Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Celgene bei einem Forschungsprojekt zurückzuführen. Es war der zweite größere Rückschlag in der Pipeline des Pharma-Forschers innerhalb weniger Monate. Mitte April gab es dann wieder Rückenwind aufgrund der Meldung, dass Morphosys eine Meilensteinzahlung des Partners Janssen Biotech im Zuge der Entwicklung eines Medikaments erhält.
Kursentwicklung 1. Halbjahr 2015: - 15,4 Prozent

Im Rahmen der nun erhaltenen Order baut Manz Produktionsanlagen für Lithium-Ionen-Batterien für elektronische Geräte. „Ich bin davon überzeugt, dass wir mittelfristig in diesem Bereich noch einiges erwarten dürfen“, sagte Firmengründer Manz.

Das 1987 gegründete Unternehmen hatte erst vor wenigen Wochen wegen einer Auftragsstornierung in der Elektronik-Sparte seine Jahresziele eingedampft und erwartet für 2015 nun erneut einen Verlust. Ursprünglich hatte Manz mit einem „deutlich positiven“ Ergebnis vor Steuern und Zinsen gerechnet. 2014 war die Firma wegen Abschreibungen im Solargeschäft in die roten Zahlen gerutscht.

  • rtr
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