Marktumfrage
Analysten sehen Dax-Korrektur noch gelassen

Nach der überraschenden Stärke der vergangenen Wochen ist der Dax nun in eine Konsolidierung übergegangen. Momentan gehen technische Analysten davon aus, dass es sich um einen Rücksetzer handelt, nicht um eine Trendumkehr. Empfindliche Verluste drohten erst, wenn eine wichtige charttechnische Marke unterschritten wird.

HB FRANKFURT. Ein solches Muster ist häufig im Vorfeld einer Berichtssaison zu erkennen. Momentan gehen technische Analysten davon aus, dass es sich um einen Rücksetzer handelt, nicht um eine Trendumkehr. Der deutliche Ölpreisanstieg auf ein neues Rekordhoch hinterlässt seine Spuren an den Kapitalmärkten. Während sich in einigen energie-intensiven Sektoren die Produktion deutlich verteuert, profitieren die Versorger.

Negativ wird sich eine Verteuerung der Energie- wie Stromkosten auf das Konsumverhalten der Bundesbürger auswirken. Auch in den zukünftigen Inflationsdaten dürfte sich die Entwicklung bemerkbar machen, was die Europäische Zentralbank in Zugzwang bringen dürfte. Momentan wird an den Zinsmärkten mit einer längeren Seitwärtsbewegung bei den Leitzinsen gerechnet. Aufkommende Zinserhöhungs-Spekulation könnte den Euro auf ein neues Hoch zum Dollar heben, was zumindest die Preissteigerung des schwarzen Goldes etwas abfedern dürfte. Seit seinem Tief im Januar dieses Jahres ist der Ölpreis auf Dollarbasis um gut 70 Prozent gestiegen.

Für die kommende Woche erwartet Achim Matzke, technischer Analyst bei Commerzbank Corporates & Markets, eine Seitwärtsbewegung im Dax. Als Termin steht der kleine Verfall an der Eurex am Freitag auf der Agenda. Matzke geht davon aus, dass bei den Einzelwerten die erreichten Basispreise behauptet werden. Die steigenden Energiekosten dürften die Versorger weiter in den Fokus rücken, von einem weiter steigender Ölpreis dürften die deutschen Konsumwerte mittelfristig belastet werden. Charttechnisch hat der Dax kleinere Unterstützungszonen bei 7 920 und 7 880 Punkten. Nach oben liege ein nach oben gestaffelter Widerstand im Bereich 8 000 bis 8 150 Punkten.

Den Rutsch unter die 8 000er Marke wertet Michael Müller von muellerfinancial.eu als kurzfristige Konsolidierung. Positiv wertet er, dass sich die Oszillatoren im Tageschart von ihren überkauften Niveaus entfernt haben. Die Konsolidierung dürfte sich noch bis 7 900 Punkten ausweiten. In diesem Bereich werde mit einer Bodenbildung der Preise gerechnet, und einer erneuten Aufnahme der Aufwärtsbewegung.

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