Marktumfrage
Jahresendrally bleibt fraglich

Wurde zu Beginn der vergangenen Woche noch ausgelotet, wohin der deutsche Aktienmarkt fallen könnte, so haben sich die Vorzeichen unvermutet geändert. Durch den ebenso überraschenden wie fulminanten Anstieg der internationalen Aktienmärkte haben sich die Befürchtungen eines deutlichen Rückschlags zunächst verflüchtigt.
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HB FRANKFURT. Sogar das Wort „Jahresendrally“ macht inzwischen wieder die Runde. Doch mit dem Auslaufen der Aufwärtsbewegung ist auch eine Rückkehr der Unsicherheit zu beobachten. Händler beklagen sich über fehlende Anschlusskäufe und technische Analysten zeigen sich zurückhaltend bei der Prognose der kurzfristigen Entwicklung des Aktienmarktes.

Einig sind sich die Auguren, dass sich der Dax zunächst eine Verschnaufpause verdient hat, so dass eine Ausweitung der Konsolidierung in den kommenden Tagen nicht unerwartet käme. Die Lage habe sich durch die Erholung in der vergangenen Tage zum Besseren gewendet, doch einer Hausse in den letzten Wochen des Jahres möchte keiner der Analysten das Wort reden.

Zu massiv scheinen die Widerstände nach oben hin und zu hartnäckig der seit Monaten etablierte Seitwärtstrend, als dass man neue Höchststände in Betracht ziehen möchte. Vielmehr wird mit eine Fortsetzung des seitwärtsgerichteten Trends bei tendenziell positiver Grundstimmung gerechnet.

„Ein fulminanter Ausbruch nach oben erscheint derzeit wenig wahrscheinlich“, dämpft Stephen Schneider von der WGZ Bank allzu große Erwartungen. Massive Widerstandsthemen um 8 000 Punkte müssten erst einmal überwunden werden. Die kurzfristigen Indikatoren seien zu überkauft, um die Aufwärtsbewegung im bisherigen Tempo fortzusetzen. Schneider geht zwar davon aus, dass „die Bullen letztlich die Oberhand behalten werden“, doch seien die Anzeichen noch zu gering, um nun schon zum Einstieg zu raten.

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