Massive Kursverluste
Stada-Aktie fällt um 30 Prozent in zwei Tagen

Die Aktie des Arzneimittelherstellers Stada ist weiter auf Talfahrt. Innerhalb von zwei Tagen verlor die Aktie 30 Prozent. Grund dafür sind erneute Millionenabschreibungen.
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FrankfurtErneute Millionenabschreibungen im wichtigen Auslandsmarkt Serbien haben das Vertrauen der Anleger in den Arzneimittelhersteller Stada erschüttert. Nach massiven Kursverlusten am Mittwoch brach die im Nebenwerteindex MDax notierte Aktie am Donnerstag erneut zeitweise bis zu 14 Prozent auf 16,15 Euro ein - den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Damit verloren Stada-Papiere in den vergangenen beiden Tagen mehr als 30 Prozent - der bislang größte Kurssturz in der Unternehmensgeschichte.

„Die Glaubwürdigkeit des Managements ist mit dieser zweiten Abschreibung schwer angeschlagen“, kommentierten die Analysten des Bankhauses Exane BNP Paribas. Dies gelte insbesondere deswegen, weil der Fokus auf Osteuropa Kernstrategie des Unternehmens sei. Stada müsse nun versuchen, das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen. Die Analysten des Brokerhauses Equinet wiesen darauf hin, dass Stada rund 600 Millionen Euro bis zum Jahresende refinanzieren müsse. Die Bedingungen dafür seien durch die Ankündigung erneuter Sonderbelastungen wahrscheinlich nicht besser geworden. Ihre Schlussfolgerung: „Nach unserer Einschätzung hat die Bilanz eine Kapitalspritze nötig.“

Die Stada-Führung hatte am Mittwoch über erneute Zahlungsschwierigkeiten serbischer Großhändler berichtet und für das dritte Quartal 97 Millionen Euro an außerplanmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen vor Steuern angekündigt. Vor einem Jahr hatte Stada bereits wegen Zahlungsproblemen in Serbien millionenschwere Sonderbelastungen verbucht. Allerdings fielen sie damals mit rund 30 Millionen Euro deutlich niedriger aus.

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Verluste im dritten Quartal erwartet

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  • es ist nicht zu verstehen,daß man eine solche Summe
    erneut verlieren kann. Das ist schon unfähig und dumm.
    Die Verantwortlichen müßten sofort gefeuert werden.Aber
    wer kontrolliert bei Stada?

  • Auch geldgierige Pillendreher verzocken sich !

  • 99mio Umsatz in 2010 mit Serbien...Abschreibungen in einem Quartal in Höhe von 97mio...HM...an dieser Schieflage könnn doch nicht nur die Serben Schuld sein, oder,,

    der Umsatz / Serbe ist 14 Euro..vekommt Stada von der Tochter keinen einzigen Euro überwiesen? Fragen über Fragen...wahrscheinlich kommt es noch schlimemr

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