Massiver Ausverkauf
Börsenaufsicht prüft Bankia-Aktien

Rund 50 Millionen Bankia-Aktien haben am Donnerstag den Besitzer gewechselt - etwa 42 Mal so viel wie üblich. Das machte die Börsenaufsicht argwöhnisch. Für Kleinanleger liegt ein Problem in der Luft.
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MadridDer Ausverkauf von Bankia-Aktien am Donnerstag hat die Börsenaufsicht auf den Plan gerufen. Die Aktien des verstaatlichten Geldhauses fielen bei ungewöhnlich hohen Umsätzen um 51,4 Prozent auf 68 Cent. Die spanische Börsenaufsicht erklärte, sie werde die Handelsbewegungen bei der Bankia-Aktie genau unter die Lupe nehmen und prüfen, ob Marktregeln verletzt worden seien.

Möglicherweise hätten institutionelle Investoren Leerverkäufe vorgenommen, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen. Bei diesen Geschäften wetten Investoren wie Hedgefonds auf fallende Kurse. Sie verkaufen Aktien, die sie nicht besitzen, und setzen darauf, sie später billiger zurückzuerwerben. Leerverkäufe sind in Spanien verboten.

Am Donnerstag wechselten rund 50 Millionen Bankia-Aktien den Besitzer. Das ist etwa 42 Mal so viel wie im Durchschnitt der letzten drei Monate. Die neuen Stammaktien haben eine Haltefrist bis Dienstag.

"Alle haben Angst, dass die Aktien am Dienstag weiter an Wert verlieren. Wenn man sie heute verkauft, macht man immer noch einen Gewinn im Verhältnis zu dem, was sie am Dienstag wohl nur noch wert sind", sagte ein Fondsmanager. Am kommenden Dienstag muss das Geldhaus noch ein Mal neue Aktien ausgeben - die letzte Phase der frischen Geldaufnahme von insgesamt 15,5 Milliarden Euro.

Leidtragende sind Zehntausende Kleinsparer. Ihnen wurden fälschlicherweise unter anderem Vorzugsaktien verkauft, die sie am Donnerstag mit einem Abschlag von rund 40 Prozent in Stammaktien tauschten. Der Wert der neuen Papiere lag zunächst bei je 1,35 Euro. Damit hatten sie gehofft, einen Teil ihrer Investitionen wieder zurückzubekommen.

Bankia ist zum Symbol für den Niedergang des spanischen Bankensektors geworden. Das Geldhaus entstand 2010 durch den Zusammenschluss von sieben angeschlagenen Sparkassen. Im vergangenen Jahr musste das Institut schließlich selbst verstaatlicht werden.

Seitdem sind 18 Milliarden Euro aus dem Europäischen Rettungsfonds in die Bank gepumpt worden, um den Zusammenbruch zu verhindern. Verbunden mit den Hilfen der Europartner ist eine Restrukturierung der Bank.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Gestern habe ich erfahren, dass die spanische Bank "LA CAIXA" auch nur noch bis zu 300 Euro/Tag aus dem täglich fälligen Guthaben zurück zahlen wollte.

    LA CAIXA zählt bisher nun noch zu den besseren Banken in Spanien und war über jeden Zweifel erhaben. Aber diese Meldung lässt aufhorchen.

  • Vielleicht....

    ...sind die Bankia-Anteilscheine nichts wert? Sowas kommt vor.

  • Ach ja, und: Das Geld ist nicht weg, es hat nur ein Anderer.

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