Mauser
Plastikfass-Hersteller will an die New Yorker Börse

Das für seine blauen Plastikfässer bekannte Unternehmen Mauser möchte an die New Yorker Börse. Die Kölner erhoffen sich Einnahmen in Höhe von knapp 320 Millionen Euro. Bisher schreibt der Konzern allerdings rote Zahlen.
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FrankfurtDie Börsenpläne des deutschen Industrieverpackungs-Herstellers Mauser nehmen Gestalt an. Das Unternehmen aus Brühl bei Köln, das dem Finanzinvestor Clayton, Dubilier & Rice (CD&R) gehört, will mit der Emission an der New Yorker Börse bis zu 319 Millionen Dollar einnehmen, wie aus dem am Montag publizierten vorläufigen Börsenprospekt hervorgeht. Die Aktien würden wohl in einer Spanne von 20 bis 22 Dollar angeboten. Zum Zeitplan für den Börsengang äußerte sich das für seine blauen Plastikfässer für Chemikalien bekannte Unternehmen nicht. CD&R war im Mai 2014 für 1,25 Milliarden Euro bei Mauser eingestiegen und trug sich danach schnell mit Börsenplänen. Organisiert wird die Emission federführend von der Bank of America Merrill Lynch, Citi und Credit Suisse.

Nach der Erstnotiz wären zunächst rund 30 Prozent der Mauser-Aktien im Streubesitz, Mauser käme auf einen Börsenwert von gut einer Milliarde Dollar. Mit dem Erlös will Mauser 200 Millionen Euro Verbindlichkeiten tilgen und damit den Schuldenberg abtragen, den ihm die Finanzinvestoren aufgehalst haben. CD&R hatte sich 2015 zwei Sonderdividenden von zusammen 185 Millionen Euro gegönnt. Nach dem Börsengang will Mauser auf absehbare Zeit keine Dividenden mehr zahlen.

Nach vorläufigen Schätzungen kam das Unternehmen mit mehr als 4000 Mitarbeitern im abgelaufenen Jahr auf einen Umsatz von 1,45 bis 1,52 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) lag zwischen 209 und 227 Millionen Euro - unter dem Strich schreibt das Unternehmen wegen der hohen Schuldenlast aber rote Zahlen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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