mBank in Polen
Commerzbank-Tochter im Sog der Politik

Polens Banken nützt der Sieg der national-konservativen Bürgerplattform wenig: Zum Handelsstart gaben die Aktienkurse der großen Banken des Landes durchweg nach. Mit nach unten zog es auch eine Commerzbank-Tochter.

WarschauDer Wahlsieg der national-konservativen Opposition in Polen belastet die Aktien der großen Geldhäuser des Landes. Die Papiere der Commerzbank-Tochter mBank gaben zum Handelsstart am Montag um fast fünf Prozent nach. In ähnlichem Maße litten die Kurse der Institute PKO BP und Millennium.

Als Grund nannten Analysten die von der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) angekündigte Banksteuer, die bereits ab 2016 eingeführt werden soll. Die PiS will Vermögenswerte von Geldhäusern ab dem kommenden Jahr mit einem Satz von 0,39 Prozent besteuern, das wäre ein Jahr früher als erwartet.

Der polnische Leitindex WIG20 fiel um 0,7 Prozent, erholte sich anschließend aber wieder. Auch der Kurs der mBank-Mutter Commerzbank gab zum Handelsstart der Börse in Frankfurt nach, erholte sich am Vormittag aber wieder.

Auf die PiS unter ihrer Spitzenkandidatin Beata Szydlo waren Nachwahlbefragungen zufolge 39,1 Prozent der Stimmen entfallen. Die EU-kritische Partei hätte damit eine Mehrheit im Parlament und könnte allein regieren. Nach acht Jahren an der Macht wurde die liberal-konservative Bürgerplattform (PO) mit 23,4 Prozent nur noch zweitstärkste Kraft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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