MDax-Aufnahme mittelfristig angestrebt
Börsenkandidat Patrizia steht in den Startblöcken

Der Augsburger Immobilien-Projektentwickler und -verwalter Patrizia will nach seinem Börsengang im ersten Halbjahr auf mittlere Sicht in den Nebenwerteindex MDax aufrücken.

HB FRANKFURT. „Wir streben mittelfristig die Aufnahme in den MDax an. Dort sehen wir uns gut aufgehoben“, sagte Vorstandschef Wolfgang Egger am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Mit den über eine Kapitalerhöhung zufließenden Geldern wolle Patrizia „die Eigenkapitalbasis verbreitern, um in ertragreiche Wohnprojekte zu investieren“.

Das bayerische Immobilienunternehmen wolle die sich bietenden Marktmöglichkeiten im Kerngeschäft, der Privatisierung von Wohnungen, durch eigene Investments verstärkt nutzen. Dabei setzt Egger auf das verstärkte Interesse an eigenen vier Wänden im Zuge der privaten Altersvorsorge. Während in Deutschland nur 43 Prozent der Bevölkerung Wohneigentum besäßen, liege der Durchschnitt in Europa bei 63 Prozent, sagte der Manager.

Den für das erste Halbjahr 2006 anvisierten Börsengang im Prime Standard der Frankfurter Börse begleiten die Deutsche Bank, J.P. Morgan und Sal. Oppenheim. In Finanzkreisen wird die Erstnotiz bis Mitte April erwartet. Das Unternehmen strebe ein Emissionsvolumen von rund 500 Millionen Euro an, hieß es in den Kreisen. Damit würde Patrizia zu den größten Börsengängen in diesem Jahr zählen.

Die Anteile der 1984 von Egger selbst gegründeten Patrizia Immobilien befinden sich fast komplett in Familienbesitz. Ein kleiner Prozentsatz liege beim Management, sagte der Vorstandschef. Zur angestrebten künftigen Aktionärsstruktur äußerte er sich nicht.

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