MDax-Unternehmen
Übernahmegerüchte um Gildemeister beflügeln Aktienkurs

Der japanische Gildemeister-Großaktionär Mori Seiki hat Übernahmespekulationen geschürt. Die Japaner meldeten beim österreichischen Kartellamt die alleinige Kontrolle an. Gildemeister dementierte Fusionspläne.
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DüsseldorfErneute Übernahmespekulationen haben dem Aktienkurs des Werkzeugmaschinenbauers Gildemeister Auftrieb verliehen. Der MDax-Wert notierte am Freitag mit 18,80 Euro mehr als vier Prozent im Plus. Der japanische Großaktionär Mori Seiki hatte zuvor mit der Anmeldung der „alleinigen Kontrolle“ beim österreichischen Kartellamt Spekulationen genährt. Gildemeister trat allerdings postwendend dem Eindruck entgegen, vor einer Übernahme durch seinen japanischen Großaktionär zu stehen. „Es gibt keine konkreten Fusionspläne“, erklärte ein Sprecher. „Es gibt nichts Neues. Nach unserer Kenntnis handelt es sich bei der Anmeldung um die bekannte Aufstockung auf 24,9 Prozent.“

Auf der Hauptversammlung in Bielefeld erläuterte zudem Gildemeister-Chef Rüdiger Kapitza den Aktionären die im März angekündigten Pläne, mit Mori Seiki näher zusammenzurücken.

Der Partner soll im Zuge von Kapitalerhöhungen seine Beteiligung an Gildemeister auf 24,9 Prozent aufstocken. Im Gegenzug darf der Bielefelder MDax-Konzern sein Paket an den Japanern auf 10,1 Prozent verdoppeln. Spekulationen über eine Übernahme hatte Kapitza in der Vergangenheit als „Blödsinn“ bezeichnet. Er sprach sich für eine „Fusion unter Gleichen“ aus – das sei aber eine Sache von Jahren. Beim deutschen Bundeskartellamt war im April ein Anteilserwerb von Mori Seiki an Gildemeister angemeldet worden.

Die Partnerschaft der beiden Konzerne soll auch im Namen erkennbar sein. Gildemeister wird künftig unter „DMG Mori Seiki Aktiengesellschaft“ firmieren und der japanische Partner „DMG Mori Seiki Co, Ltd“.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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