Aktien
Medigene büßen knapp 18% ein - Enttäuschende klinische Studie

Die Medigene-Aktie ist am Freitagmorgen nach einer enttäuschenden klinischen Studie kräftig auf Talfahrt gegangen und hat knapp ein Fünftel an Wert verloren.

dpa-afx FRANKFURT. Die Medigene-Aktie ist am Freitagmorgen nach einer enttäuschenden klinischen Studie kräftig auf Talfahrt gegangen und hat knapp ein Fünftel an Wert verloren. Bis 9.50 Uhr stürzte die Aktie des Biotechnologie-Unternehmens um 17,87 Prozent auf 9,25 Euro, der TecDax gab zugleich um 0,72 Prozent auf 544,90 Punkte nach. Händler und Analysten äußerten sich nach der Meldung zu den unbefriedigenden Studienergebnissen kritisch über die Aktie. Die WestLB etwa senkte ihr Anlageurteil von "Outperform" auf "Neutral". equinet stufte das Papier von "Buy" auf "Accumulate" ab.

In der Studie der WestLB hieß es: Nach der Mitteilung über die Notwendigkeit der Verbesserung der Polyphenon-Salbe gegen Aktinische Keratose (AK), einer Vorstufe von Hautkrebs, sei man nun auf der Hut. Auch wenn Medigene noch eine Chance habe, die Salbe auf den Markt zu bringen, sei Vorsicht angebracht.

"Wir haben den angenommenen Barwert (NPV) für den Wirkstoff gegen AK von 1,7 Euro je Aktie vollständig gelöscht", sagte West-LB Analyst Andreas Theisen. Das Unternehmen wolle nun eine zusätzliche Phase-II-Studie mit einer höheren Dosierung der Salbe starten. Die relevanten Daten könnten seiner Meinung nach nun im vierten Quartal 2006 oder im ersten Quartal 2007 erhältlich sein.

Der equinet-Analyst Martin Possienke überarbeitete seine Annahmen für die Polyphenon-Salbe ebenfalls. Seine nun vorsichtigeren Schätzungen hätten zur Abstufung des Papiers auf "Accumulate" und zur Senkung des Kursziel von 13 auf 12 Euro geführt, so Possienke.

Eine klinische Studie der Phase II für die Polyphenon-Salbe von Medigene brachte nach Angaben des Biotech-Unternehmens von Donnerstagabend nur einen Teilerfolg. Die Salbe zur Behandlung der Aktinischen Keratose, einer Vorstufe von Hautkrebs, müsse verbessert werden. In den Tests sei zwar die Wirksamkeit bewiesen worden, die verwendete Dosierung habe aber nicht zur Abheilung gereicht.

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