Medizintechnik
Drägerwerk vertreibt Anleger mit schwachem Ausblick

Der Medizintechnikkonzern Drägerwerk korrigiert seine Jahresprognose nach unten. Grund ist vor allem die schwächelnde Geschäftsentwicklung in China und den USA. Die Aktien brachen zeitweise um über zehn Prozent ein.
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DüsseldorfBeim Medizintechnikkonzern Drägerwerk laufen die Geschäfte schlechter als erwartet. Der Vorstand kassierte nach einem Gewinneinbruch im ersten Halbjahr seine Jahresprognose und trieb damit seine Anleger am Donnerstag in die Flucht. Die im Technologieindex TecDax notierten Vorzugsaktien brachen zeitweise um über zehn Prozent auf 88,96 Euro ein.

Das Management rechnet 2015 nur noch mit einer operativen Umsatzrendite (Ebit-Marge) zwischen fünf und sieben (Vorjahr: 7,3) Prozent statt der ursprünglich angepeilten sechs bis acht Prozent. Als einen Grund nannte der Vorstand wie schon 2014 die weiterhin schwächelnde Geschäftsentwicklung in einigen für Dräger besonders profitablen Ländern der Regionen Asien-Pazifik und Amerika - vor allem China und die USA.

Kurzfristig sei dort keine wesentliche Verbesserung der Nachfrage zu erwarten. Zudem verschiebe sich die Nachfrage zu weniger gewinnträchtigen Produkten. Daher würden sich positive Währungseinflüsse neutralisieren.

Das machte sich bereits im ersten Halbjahr bemerkbar: Bei einem währungsbereinigten Umsatzplus von 3,4 Prozent verdiente der Lübecker Konzern operativ 22,7 Millionen Euro und damit fast ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum.

Bereits 2014 hatte Dräger seine Jahresziele eindampfen müssen, da der Konzern in den USA und China schlechter abschnitt als erwartet. Die Russland-Krise tat ihr Übriges.

Mit der Medizintechnik erzielt das Unternehmen über 60 Prozent seiner Erlöse, 36 Prozent mit Sicherheitstechnik.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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