Mehr Dividende
Porsche verunsichert die Anleger

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking mag sich in den vergangenen Tagen unverstanden gefühlt haben: Trotz des elften Rekordgewinns für den Sportwagenhersteller in Folge zeigen sich die Anleger verschnupft. Dabei winkt ihnen eine Dividende von fünf statt bisher vier Euro je Vorzugsaktie.

DÜSSELDORF. Stärker als die höhere Ausschüttung und der Gewinnsprung um 13 Prozent auf 780 Mill. Euro gegenüber dem Vorjahr bewegt die Anleger allerdings nach wie vor der Ende September verkündete Einstieg des Luxuswagenbauers bei Volkswagen (VW). Dass Porsche zum größten Aktionär des Wolfsburger Autokonzerns aufsteigt, scheinen die Investoren noch nicht verdaut zu haben. Sie hatten darauf spekuliert, dass das Unternehmen seine hohen Überschüsse für ein Rückkaufprogramm oder Sonderausschüttungen nutzt.

Seit der Ankündigung, dass Porsche ein Fünftel der VW-Anteile kauft, ist der Aktienkurs des Sportwagenbauers, der von Mai bis September um mehr als 35 Prozent gestiegen war, ins Stocken geraten. Von seinem Höchststand bei knapp 686 Euro ist das Papier inzwischen gut 50 Euro entfernt.

Anders als die Anleger sind viele Analysten nach wie vor positiv für Porsche gestimmt. Sie würdigen vor allem die positiven Jahreszahlen des Unternehmens und schätzen, dass sich der Einstieg bei VW für Porsche lohnen wird.

In einer aktuellen Einschätzung unterstreicht die Investmentbank Credit Suisse First Boston (CSFB), dass Porsches Gewinn und Cash-Flow ungeachtet der VW-Beteiligung so hoch seien wie noch nie. „Das erlaubt dem Unternehmen, eine solch große strategische Investition zu tätigen und sichert auf lange Sicht die Profitabilität auf dem heutigen Level“, heißt es in dem Analystenreport, der zum Kauf der Aktie rät. Das Kursziel hat die Bank auf von 800 Euro angesetzt.

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