Mehr Prepaid-Kunden
Telekom-Aktie stark gefragt

Die deutsche Telekom verliert in den USA weiter Vertragskunden, kann bei den Prepaid-Kunden allerdings deutlich zulegen. Anleger greifen bei der T-Aktie zu. Ein kleiner Trost für die leidgeplagten T-Aktionäre.
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FrankfurtDie Steigerung der Kundenzahl bei der US-Tochter T-Mobile hat der Deutschen Telekom am Donnerstag Auftrieb gegeben. Die Aktien waren mit einem Plus von drei Prozent zweitstärkster Wert im Dax. T-Mobile USA hatte am Morgen mitgeteilt, dass die Kundenzahl im ersten Quartal um 580.000 auf 34 Millionen gewachsen ist. Genau das richtige Timing, um MetroPCS-Aktionären zu signalisieren, dass T-Mobile für Kundenwachstum stehe, schrieb Equinet-Analyst Adrian Pehl in einem Kommentar. „Wir hoffen, dass dies die geplante Fusion von T-Mobile USA und MetroPCS unterstützen wird.“

Für die Deutsche Telekom ist die Fusion ihrer US-Tochter zuletzt zur Zitterpartie geworden. Immer mehr Aktionäre und Aktionärsberater wandten sich gegen die Hochzeit von T-Mobile USA und MetroPCS. Die Anteilseigner sollen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 12. April über das Milliardengeschäft entscheiden.

Die Deutsche Telekom verliert in den USA weiterhin lukrative Vertragskunden - allerdings lange nicht so viele wie im Vorjahr. Im ersten Jahresviertel haben dem Unternehmen 199.000 Abonnenten den Rücken gekehrt, wie die Telekom-Amerika-Tochter T-Mobile USA am Donnerstag mitteilte. Im Schlussquartal 2012 hatte der viertgrößte US-Mobilfunkanbieter noch 515.000 Vertragskunden verloren und im Gesamtjahr sogar zwei Millionen. Das ist schmerzhaft, da Handynutzer mit Laufzeitverträgen üblicherweise höhere Telefonrechnungen aufweisen.

Auslöser für den Exodus sind Experten zufolge das im Vergleich zu den Rivalen Verizon, AT&T und Sprint schlechtere Mobilfunknetz sowie das iPhone - T-Mobile USA ist der einzige der vier landesweiten US-Mobilfunkkonzerne, der den Handy-Bestseller von Apple nicht im Angebot hat. Das ändert sich nun: Ab Mitte des Monats bietet kommt das iPhone 5 bei T-Mobile USA in die Läden. Ende März telefonierten 34 Millionen Amerikaner mit T-Mobile - ein Plus von 580.000. Der Anstieg ist auf Prepaid-Kunden zurückzuführen, die zur Telekom-Tochter wechselten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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