Mehr Risiko: Ramschpapiere auf Rekordhoch

Mehr Risiko
Ramschpapiere auf Rekordhoch

Durch neue Impulse der europäischen Zentralbank greifen Investoren immer häufiger zu Papieren mit höherem Risiko. Die Ramschpapiere bewegen sich daher nun auf einem Rekordniveau
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Die Preise für Ramschpapiere europäischer Emittenten bewegen sich auf Rekordniveau. Die Stimuli der europäischen Zentralbank führen dazu, dass Investoren Vermögenswerte nachfragen, die höhere Risiken beinhalten.

Der durchschnittliche Preis von Leveraged Loans in der Region kletterte am vergangenen Donnerstag auf 97,38 Cents je Euro, der höchste Wert seit August 2007, wie der Standard & Poor's European Leveraged Loan Index zeigt. Der Index hat jedes Jahr seit 2011 mit Aufschlägen beendet und bewegt sich 2015 auf den vierten Monat mit Kursanstieg in Folge zu.

Die Nachfrage nach riskanten Anlagen nimmt vor dem Hintergrund der gesunkenen Renditen infolge des 1,1 Billionen Euro schweren QE-Programms der EZB zu. „Der Mangel an wirklich neuem Material, gepaart mit der regen Nachfrage, die von verbrieften Krediten herrührt, hat die Preise am Sekundärmarkt nach oben getrieben”, sagte Mike Kessler, Stratege bei Barclays in London.


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Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • Im übrigen ist es nicht hinnehmbar, dass der Euro täglich zwischen 0,7 und 1 Prozent gegenüber dem USD an Wert verliert. Das führt unweigerlich zu einem Handelskrieg mit den USA und zu einer erheblichen Verteuerung aller von außerhalb des Euroraums exportierten Waren, Rohstoffe und Zwischenprodukte. Leidtragende dieser Entwicklung sind wiederum nur Arbeitnehmer und Rentner, da die Gewerkschaften unfähig sind, adäquate Anhebungen durchzusetzen

  • Was hier geschieht ist mit Verlaub der größte Schwachsinn aller Zeiten: Nur Aktien und Immobilien steigen im Preis ohne dass eine wirkliche Wertschöpfung stattfindet. Es wird die Altersversorgung aller Arbeitnehmer des Euroraumes aufs Spiel gesetzt und die Politik glaubt, aufgrund des billigen Geldes noch leichtsinniger Geld ausgeben zu können. Japan und die USA haben gezeigt, dass durch QE die Wirtschaft nicht angekurbelt wird. Draghi gefällt sich nur darin, mehr Geld in die Hand nehmen zu können, als Frankreich und Deutschland zusammen. Dabei findet eine Umverteilung von unten nach oben statt, wie es noch nie in Europa der Fall war. Ich bin gespannt, ob es noch irgendeinen vernünftigen Menschen gibt, der Draghi stoppt...

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