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Merck Finck bestätigt Deutsche Börse nach LSE-Übernahmeplan - Hold

Merck Finck & Co hat die Aktie der Deutschen Börse nach dem Übernahmeangebot für die London Stock Exchange (LSE) mit "Hold" und einem Kursziel von 45,00 Euro bestätigt.

dpa-afx MÜNCHEN. Merck Finck & Co hat die Aktie der Deutschen Börse nach dem Übernahmeangebot für die London Stock Exchange (LSE) mit "Hold" und einem Kursziel von 45,00 Euro bestätigt. Der angebotene Preis je LSE-Aktie von 5,30 Pfund oder insgesamt 1,95 Mrd. Euro sei sehr großzügig und enthalte eine Prämie zwischen 40 bis 60 Prozent, heißt es in der Studie am Dienstag.

Dass die LSE dieses Angebot ablehnt, aber die Deutsche Börse dennoch zu Gesprächen eingeladen hat, zeigt nach Ansicht von Analyst Konrad Becker, dass das LSE-Management gegen eine Übernahme ist. "Wir denken aber, dass das Management nicht völlig davon überzeugt ist, dass die Aktionäre die Ablehnung akzeptieren werden", so Becker. Er rechnet damit, dass die LSE-Aktionäre zunächst einmal abwarten, ob die Vierländerbörse Euronext NV oder die skandinavische OMX ein höheres Angebot machen. Die Wahrscheinlichkeit ist aber seiner Ansicht nach gering.

An eine nötig werdende Kapitalerhöhung der Deutschen Börse wegen der Übernahme glaubt Experte Becker nicht. "Wir schätzen die Nettoliquidität der Deutschen Börse bis Ende September 2004 auf rund 1,1 Milliarde Euro", rechnet er vor. Da eine Übernahme, sofern sie zustande kommen sollte, frühestens im zweiten Quartal 2005 abgeschlossen sein könnte, kämen nochmals 220 Mill. Euro freier Cash Flow hinzu. Für die verbleibenden rund 635 Mill. Euro müssten die Frankfurter ihre Schulden ausweiten.

Hauptgründe für die Übernahmeabsicht der Deutschen Börse sind laut Becker vor allem die erwarteten Kostensynergien und Wachstumsimpulse im Futures- und Derivatemarkt. Zudem könnte es der Deutschen Börse helfen, ihr Geschäft im außerbörslichen Handel auszubauen, schreibt er weiter. Solange es keine weiteren Details gibt und sich die Deutsche Börse nicht näher zu den Synergien und Zielen äußere, bliebe der Aktienkurs der Frankfurter jedoch von Unsicherheiten belastet. Daher wurde die Aktien-Einstufung "Hold" bestätigt und es wird eine Kursentwicklung von minus fünf bis plus zehn Prozent in den kommenden sechs Monaten erwartet.

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