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Merck Finck bestätigt Infineon - Analystentreff mit neuem Konzernchef

Nach dem ersten Auftritt des neuen Infineon-Chefs Wolfgang Ziebart vor Analysten hat Merck Finck die Aktie des Halbleiter-Herstellers mit "Hold" bestätigt.

dpa-afx MÜNCHEN. Nach dem ersten Auftritt des neuen Infineon-Chefs Wolfgang Ziebart vor Analysten hat Merck Finck die Aktie des Halbleiter-Herstellers mit "Hold" bestätigt. "Wir glauben, dass die Präsentation die meiste Unsicherheit über Infineons künftige Strategie beseitigt hat", schrieb Analyst Theo Kitz in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Ziebart hatte am Vortag in München vor den Branchenexperten gesprochen.

Der neue Konzernchef habe vier strategische Punkte hervorgehoben: Profitables Wachstum, der Fokus auf Kunden, gute operative Arbeitsabläufe und eine gemeinschaftsorientierte Führung. Auch wenn der Halbleitermarkt im nächsten Jahr langsamer wachse, habe sich Infineon zum Ziel gesetzt, in allen Phasen des Zyklus profitabel zu wachsen und einen freien Barmittelzufluss (Cash Flow) zu erzeugen. Alle Sparten müssten zumindest ihre Kapitalkosten verdienen. Außerdem würden alle Bereiche daraufhin überprüft, ob sie in einem Branchen-Abschwung überleben könnten.

Samsung MIT Weitem Abstand Voraus

Der Halbleiter plane zudem keine Kapitalmaßnahmen im laufenden Geschäftsjahr (Ende September). Kleinere Veräußerungen schließe Infineon nicht aus. "Wir glauben, dass Infineons Hauptdilemma die Tatsache ist, dass sie hinterher hinken, was den Schrumpfungsprozess betrifft", schrieb Analyst Kitz. Der für das operative Geschäft verantwortliche Vorstand Andreas von Zitzewitz habe gesagt, bei der 90-nm-Technologie nicht zum Branchenprimus Samsung aufschließen zu können. Samsung habe allen Konkurrenten sechs Monate voraus.

Mit der Einstufung "Hold" erwartet Merck Finck eine Kursentwicklung der im Dax notierten Aktie der Infineon Technologies AG von minus fünf bis plus zehn Prozent in den kommenden sechs Monaten.

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