Aktien
Merck Finck lässt Siemens nach Treff mit Finanzvorstand auf 'Buy'

Merck Finck hat nach einem Treffen mit dem Siemens-Finanzchef Karl-Heinz Neubürger die Einstufung "Buy" für die Aktie des Technologieunternehmens bekräftigt.

dpa-afx FRANKFURT. Merck Finck hat nach einem Treffen mit dem Siemens-Finanzchef Karl-Heinz Neubürger die Einstufung "Buy" für die Aktie des Technologieunternehmens bekräftigt. Die besprochenen Themen hätten nicht an dem positiven Blick auf Siemens gerüttelt, schrieb Analyst Theo Kitz in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie.

Neubürger habe kurzfristige wichtige Entscheidungen zur Zukunft des angeschlagenen Handy-Geschäfts angekündigt. Die Option für das Geschäftsfeld bleibe "Herrichten, Verkaufen, Schließen oder Kooperationen".

Aus Sicht von Kitz wären die zweite und dritte Option nicht vernünftig. Denn die Mobilfunknetz-Sparte brauche Handys der Marke Siemens für Angebote an Mobilfunkanbieter und Unternehmen. Der Finanzchef habe jedoch betont, das Handys ein Verbrauchergeschäft seien. Neubürger habe auch zugegeben, dass es Siemens an Erfahrung und Know-How mangele, was das Marketing für elektronische Verbraucherprodukte betreffe. Der Finanzvorstand erachte es als falsch, sich nur auf den Marktanteil bei Handys zu konzentrieren. Künftig werde der Fokus auf einer Verbesserung der Gewinnspannen liegen.

"Mit Blick auf seine Bemerkungen können wir die Möglichkeit nicht ausschließen, dass Siemens bestimmte günstige Handy-Serien stoppen könnte", schrieb der Merck-Finck-Analyst. Außerdem könnten die Münchener bestimmte Regionen verlassen und beziehungsweise oder eine strategische Partnerschaft im Handygeschäft eingehen. "Wir glauben, dass jede dieser Optionen einen positiven Effekt auf die Siemens-Margen haben würde", schrieb Kitz.

Siemens-Vorstand Neubürger habe auch angedeutet, dass Siemens ein Aktienrückkauf-Programm andenken könnte - jedoch nicht zusammen mit einem Rückzug (Delisting) von der US-Börse, wie spekuliert worden sei. "Wir glauben, dass Siemens mittelfristig in den USA ein Delisting anpeilt", schrieb der Analyst. Gründe seien die hohen Kosten einer Notierung in den Vereinigten Staaten sowie der immer komplexere Regulierungsumfeld, das Risiken für Siemens berge.

Merck Finck erwartet gemäß der Einstufung "Buy", dass die Aktie der Siemens AG in den kommenden sechs Monaten um mindestens zehn Prozent zulegen wird.

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