Aktien
Merck & Co brechen um 25 Prozent ein - Vioxx-Rückzug belastet

Nach dem Rückzug des verkaufsstarken Arthritis- und Schmerzmedikaments Vioxx sind die Aktien des US-Pharmakonzerns Merck & Co. am Donnerstag eingebrochen. Das Papier sackte gegen 16.05 Uhr um 25,12 Prozent auf 33,75 Dollar ein, während der Dow Jones Industrial Average um 0,59 Prozent auf 10 075,70 Punkte nachgab. Kurzzeitig war der Titel bei 32,46 Dollar auf ein Acht-Jahrestief gefallen.

dpa-afx NEW YORK. Nach dem Rückzug des verkaufsstarken Arthritis- und Schmerzmedikaments Vioxx sind die Aktien des US-Pharmakonzerns Merck & Co. am Donnerstag eingebrochen. Das Papier sackte gegen 16.05 Uhr um 25,12 Prozent auf 33,75 Dollar ein, während der Dow Jones Industrial Average um 0,59 Prozent auf 10 075,70 Punkte nachgab. Kurzzeitig war der Titel bei 32,46 Dollar auf ein Acht-Jahrestief gefallen.

Die Analysten von Goldman Sachs halten den Rückzug des Arthrose-Medikaments Vioxx durch den US-Pharmakonzerns Merck & Co. für einen "deutlichen Rückschlag" für das Unternehmen. Wie Analyst James Kelly am Donnerstag sagte, wirft der Rückruf zudem Fragen zum Präparat Arcoxia auf, dessen Zulassung Mitte November erwartet wird. Vioxx habe 76 US-Cent zu seiner Schätzung für den Gewinn pro Aktie des Unternehmens im laufenden Jahr beigetragen.

Das Medikament brachte es im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 2,5 Mrd. Dollar (2 Mrd. Euro). Der Stopp wird den Gewinn deutlich reduzieren. Das Medikament wurde in 80 Ländern vertrieben und in einigen Ländern auch unter dem Namen Ceoxx offeriert.

Merck begründete den Rückzug des Medikaments mit einer dreijährigen Vioxx-Studie bei der festgestellt worden war, dass es nach 18 Monaten bei den Studienteilnehmern relativ erhöhte Risiken für Herzkreislauf-Zwischenfälle wie Herzattacken und Schlaganfälle gegeben habe.

Merck rechnet damit, dass der Gewinn durch die Aktion um 50 bis 60 Cent je Aktie reduziert wird. Merck hatte zuvor mit einem Gewinn von 3,11 bis 3,17 Dollar je Aktie für das Gesamtjahr 2004 gerechnet. Es gehe um Umsatzverluste, Abschreibungen auf Lagerbestände, Kundenrückgaben und die Kosten für die Rückrufaktion. Der Umsatzverlust wird allein im vierten Quartal dieses Jahres auf 700 Mill. bis 750 Mill. Dollar geschätzt.

Branchenkenner erwarten zudem kostspielige Schadenersatzforderungen betroffener Patienten. Es sei noch nicht sicher, wie viele der Kosten im dritten oder im vierten Quartal verbucht würden. Merck hat deshalb seine Gewinnprognose für das dritte Quartal zurückgezogen.

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