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Merrill Lynch bestätigt Lufthansa mit 'Buy' - fairer Wert: 13 Euro

Nach der Vorlage der Jahresbilanz hat Merrill-Lynch-Analyst Anthony Bor die Empfehlung für die Lufthansa-Aktie auf "Buy" belassen. In einer am Donnerstag in London vorgelegten Studie sah er den fairen Wert der Aktie bei 13 Euro.

dpa-afx LONDON. Nach der Vorlage der Jahresbilanz hat Merrill-Lynch-Analyst Anthony Bor die Empfehlung für die Lufthansa-Aktie auf "Buy" belassen. In einer am Donnerstag in London vorgelegten Studie sah er den fairen Wert der Aktie bei 13 Euro. Die Fluggesellschaft habe mit ihrem Ausblick den Markt erfolgreich verwirrt, kritisierte der Experte.

Lufthansa sehe den operativen Gewinn unter der Annahme einer Vollkonsolidierung der Schweizer Swiss und der damit zusammenhängenden Integrationskosten im laufenden Jahr nahe der für das Vorjahr präsentierten 383 Mill. Euro. Angesichts des vom Unternehmen vorgelegten Zeitplans sei eine Vollkonsolidierung bereits in diesem Jahr jedoch unwahrscheinlich. Zudem sollten nicht alle Integrationskosten bereits 2005 verbucht werden. Um diese Effekte bereinigt, sieht Bor die Gewinn-Prognose des Unternehmens bei 525 Mill. Euro. Angesichts des frühen Zeitpunkts sei das eine ermutigende Prognose des Unternehmens.

Als "Werbegeschenk" der Lufthansa sah Bor den Spartenausblick der Fluggesellschaft. In fast allen Geschäftsbereichen sei eine Verbesserung der operativen Ergebnisse vorausgesagt worden. Lediglich bei Lufthansa Technik erwarte der Konzern ein stabiles Ergebnis. Positiv hob der Experte die Treibstoffprognose hervor. Während er für 2005 mit einer Tankrechnung über 2,3 Mrd. Euro gerechnet habe, erwarte das Unternehmen nur 2,2 Mrd. Euro. "Es scheint, Lufthansa hat sich erfolgreich unter 49 Dollar je Barrel abgesichert", sagte er.

Gegenwärtig werde die Aktie am unteren Rand ihrer historischen Bewertung gehandelt, fügte Analyst Bor hinzu. Nach seiner Berechnung liege der faire Wert unter Berücksichtigung des Kurs-Gewinn-Verhältnisses bei 13 Euro. Gemäß der Einstufung "Buy" geht Merrill Lynch davon aus, dass die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten einen Gesamtertrag aus Kursgewinn und Dividende von mindestens 20 Prozent abwerfen wird. Dies gilt für Werte, die eine hohe Kursschwankungsbreite aufweisen.

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