Aktien
Michelin-Aktien verlieren deutlich

dpa-afx PARIS. Nach dem Eklat in der Formel-1-Geschichte am Sonntag haben Michelin-Aktien am Montag unter Abgabedruck gestanden. 14 Piloten, unter anderem auch der WM-Spitzenreiter Fernando Alonso, verweigerten aus Sicherheitsgründen den Dienst. Alle 14 sind mit Michelin-Reifen unterwegs.

Das Papier des französischen Reifenherstellers fiel gegen 11.00 Uhr um 1,26 Prozent auf 50,85 Euro. Zugleich sank der Pariser Leitindex CAC 40 um 0,50 Prozent auf 4 199,95 Punkte.

Der Große Preis der USA in Indianapolis war am Sonntag mit nur sechs Autos gestartet. Damit hatte das durch den französischen Reifenhersteller ausgelöste Chaos seinen Höhepunkt erreicht und die Riesenblamage für die "Königsklasse des Motorsports" in Amerika perfekt gemacht.

"Der Rückzug der Michelin-Teams bei dem Rennen in Indianapolis könnte dem Ruf des Unternehmens im wichtigen US-Markt schaden", sagte ein Händler. Ein anderer Marktteilnehmer sprach von einem "Desaster" für das französische Unternehmen.

Als der nach einem rätselhaften Reifenschaden verunglückte Ralf Schumacher zurück in der Heimat war, war das Chaos längst perfekt. "Wir können die Sicherheit der Fahrer nicht garantieren", erklärten am Sonntag Motorsport-Direktor Pierre Dupasquier und Formel-1-Direktor Nick Shorrock in einem Schreiben an den Automobil- Weltverband FIA. Trotz ausgiebiger Tests und Analysen in der Nacht, sei der Fehler nicht gefunden worden, der am Freitag zu dem schweren Unfall des Toyota-Piloten in Indianapolis geführt hatte, hieß es.

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