Milliarden-IPO Enel startet größten Börsengang seit drei Jahren

Mit dem Verkauf seiner ÖKostrom-Tochter will sich der italienische Versorger Enel Milliarden für den Schuldenabbau sichern. Der Börsengang, für den jetzt die Roadshow startet, soll der größte in Europa seit drei Jahren werden. Die Erwartungen an die Einnahmen aus dem IPO musste Enel aber bereits zurückschrauben.
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HB MAILAND. Der italienische Versorger Enel hat am Montag den Startschuss für den Börsengang seiner Ökostrom-Tochter gegeben. Der hoch verschuldete Mutterkonzern wollte auf der üblichen Roadshow Enel Green Power (EGP) Investoren schmackhaft machen. Enel erhofft sich durch den IPO Erlöse von bis zu 3,4 Milliarden Euro und peilt damit den größten Börsengang in Europa seit drei Jahren an.

Der italienische Branchenprimus will mit dem Erlös seinen immensen Schuldenberg abbauen. Enel wagt mit EGP den Sprung aufs Parkett, obwohl das Interesse der Investoren an erneuerbaren Energien abnimmt. Angesichts leerer Staatskassen ist die Zukunft von Subventionen ungewiss, von denen EGP hochgradig abhängig ist.

Enel schraubte zuletzt die Preisvorstellungen für EGP herunter. Am Freitag legte der Konzern die Spanne für den Ausgabepreis auf 1,80 bis 2,10 Euro je Aktie. Ursprünglich hatte sich der Konzern 1,90 bis 2,40 Euro erhofft. Enel verkauft etwa ein Drittel an EGP. Die Zeichnungsfrist endet am 28. Oktober, das Börsendebüt in Mailand und Madrid wird am 4. November erwartet.

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