Minengesellschaft stößt Beteiligungen ab
Anglo American strafft die Geschäfte

Die Aktionäre von Anglo American haben allen Grund zur Freude. Seit die Nummer zwei unter den großen Bergbauhäusern Ende letzten Monats verkündete, das eigene Portefeuille weiter zu straffen, ist der Kurs des britisch-südafrikanischen Minenhauses um mehr als zehn Prozent gestiegen.

HB KAPSTADT. Das frühere Konglomerat vom Kap will sich noch stärker auf das Rohstoffgeschäft konzentrieren – und fast alle noch verbliebenen Industriebeteiligungen abstoßen. Statt auf sieben will das Unternehmen sich fortan auch nur noch auf fünf Rohstoffsparten konzentrieren: neben Platin und Diamanten sind dies die Grundmetalle sowie Eisenerz und Kohle.

Damit kehrt das 1917 auf den Johannesburger Goldfeldern gegründete Unternehmen endgültig zu seinen Wurzeln zurück. Überraschend ist der graduelle Rückzug aus dem Goldmarkt. So will Anglo American seinen auf sechs Mrd. Dollar geschätzten Anteil von 51 Prozent an seiner Tochter Anglogold Ashanti, dem weltweit zweitgrößten Goldproduzenten, reduzieren.

An den Märkten wird deshalb spekuliert, ob Anglo seinen Glauben an Gold verloren hat – trotz dessen Comeback in den letzten vier Jahren. „Es ist nicht leicht die Motivation für den Rückzug zu ergründen“, sagt Graham Birch, Manager des World Gold Fund von Merrill Lynch.

Daneben wird sich Anglo American wohl auch aus der Baustoffbranche zurückziehen, die von anderen Unternehmen wie dem Schweizer Zementmulti Holcim sowie Lafarge aus Frankreich und CRH aus Irland kontrolliert wird. Im Gegensatz zu ihnen ist die Anglo-Tochter Tarmac nur ein mittelgroßer Anbieter. Nach Analystenangaben könnte Anglo für die in Großbritannien ansässige Gesellschaft bis zu sechs Mrd. Dollar erlösen.

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