Minenkurse
Eine Goldgrube für die Anleger

Der hohe Goldpreis und Übernahmen treiben die Kurse der Minenbetreiber derzeit stark in die Höhe. Die Aktien der Förderer sind allerdings immer noch unterbewertet und bergen jede Menge Nachholpotenzial.
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FRANKFURT. Der Goldpreis kratzt in diesen Tagen an seinem historischen Höchststand. Noch stärker als der Metallpreis steigen die Kurse der Goldminenwerte. Deren Notierungen haben sich jetzt auch vom übrigen Aktienmarkt abgekoppelt. "Diese Aktien sind historisch gesehen einfach günstig", sagt Markus Bachmann, Fondsmanager bei Craton Capital in Johannesburg.

Treibende Kraft für die Minenkurse ist der Goldpreis. Der liegt nur noch knapp unter seinem Verlaufs-Top von rund 1 265 Dollar je Unze. "Mein Preisziel sind 1 600 Dollar", sagt Martin Siegel, Fondsmanager des Stabilitas-Goldfonds. Einige große Finanzhäuser sehen das ähnlich. Bei der UBS ist von 1 500 Dollar die Rede. Die Begründung für den Optimismus liefert Catharine Raw, die einen großen Goldaktienfonds für Blackrock verwaltet: "Das Angebot stagniert, die Zentralbanken sind seit 2008 Nettokäufer, Privatanleger kaufen immer mehr Gold."

In der jüngsten Zeit kommen andere stimulierende Effekte hinzu. Es hat ein Run auf kleine Minen eingesetzt. "Die großen Firmen müssen zukaufen, um die Reserven zu halten", sagt Bachmann. Es werden hohe Preise gezahlt, so dass die Aktienbesitzer der kleinen Minen ein gutes Geschäft machen.

Erst kürzlich kaufte die kanadische Kinross Gold den Wettbewerber Red Back für 7,1 Mrd. Dollar - was den Kurs von Red Back beflügelte. Jetzt bietet Goldcorp 3,4 Mrd. Dollar für Andean Resources. Es geht den Förderern wieder gut. "Seit März zahlen viele Minen Dividenden, was die Investoren beeindruckt hat", sagt Raw.

Wer auf den Trend setzt, wird einen Blick auf die spezialisierten Aktienfonds werfen. Vom Vermögen her dominiert der Blackrock-Fonds mit einem Volumen von über fünf Mrd. Euro das Feld. Die Bilanz insgesamt ist beeindruckend. Die Produkte erwirtschafteten im Schnitt in den letzten zwölf Monaten 42 Prozent Ertrag, in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich über 16 Prozent jährlich - trotz Krise und zwischenzeitlicher Aktienpanik.

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