Mischung aus Kapitalerhöhung und Verkauf von Aktien
Strabag nimmt zweiten Anlauf an die Börse Wien

Nur wenige Tage nach dem Abschluss der 1,2 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung der Raiffeisen International zapft einer der größten Baukonzerne Europas den Markt an: Der österreichische Baukonzern Strabag SE startet nach Angaben aus Finanzkreisen am 8. Oktober 2007 seinen Börsengang.

HB WIEN. Rund eine Milliarde Euro beträgt laut den Kreisen das Volumen der Transaktion der Strabag. Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner unternimmt damit den zweiten Anlauf. Ende April dieses Jahres hatte er den schon auf Schiene befindlichen Börsegang kurzfristig verschoben, weil sich der russische Oligarch Oleg Deripaska eingekauft hat.

Vorgesehen ist laut den Finanzkreisen eine Mischung aus Kapitalerhöhung und dem Verkauf von Aktien durch die Aktionäre. Auch eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) ist vorgesehen. Die Erstnotiz an der Börse Wien sei für den 19. Oktober geplant.

Deripaska bezahlte 1,05 Milliarden Euro für 30 Prozent an der Strabag. Bei der Kapitalerhöhung werde sein Anteil sinken, Aktien verkaufen werde er aber nicht. Haselsteiner und die Raiffeisen-Uniqa-Gruppe dürften auch Aktien verkaufen, hieß es.

Nach der von der Deutschen Bank, Goldman Sachs und der Centrobank geführten Transaktionen sollen die Familie von Haselsteiner, die Raiffeisen-Gruppe und Deripaska jeweils etwas über 25 Prozent am Baukonzern halten. Eine Strabag-Sprecherin wollte die Angaben auf Anfrage von Reuters nicht bestätigen.

Die Strabag ist mit einem Volumen von knapp elf Milliarden Euro einer der führenden Baukonzerne Europas. Das Unternehmen beschäftigt rund 53.000 Mitarbeiter und setzte zuletzt 10,4 Milliarden Euro um.

Die Hereinnahme Deripaskas gilt als strategischer Schritt am russischen Markt. Der Russe soll helfen, das Geschäft rasch zu entwickeln. Große Aufträge erhofft sich die Strabag vor allem in der Region Sotschi, wo die Winter-Olympiade 2014 stattfinden wird. Deripaska ist dort einer der größten Investoren.

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