Aktien
MLP unter Druck - Beteiligung der Bankgesellschaft Berlin

MLP-Aktien sind am Dienstag unter Druck geraten. Die Papiere des Finanzdienstleisters zählten gegen 13.30 Uhr mit minus 2,06 Prozent auf 15,22 Euro zu den prozentual stärksten Verlierern im MDax. Der Index legte gleichzeitig 0,14 Prozent auf 5 346,64 Punkte zu.

dpa-afx FRANKFURT. MLP-Aktien sind am Dienstag unter Druck geraten. Die Papiere des Finanzdienstleisters zählten gegen 13.30 Uhr mit minus 2,06 Prozent auf 15,22 Euro zu den prozentual stärksten Verlierern im MDax. Der Index legte gleichzeitig 0,14 Prozent auf 5 346,64 Punkte zu.

MLP-Aktien waren mit einem Plus von zeitweise rund 50 Prozent seit Mitte August bereits sehr gut gelaufen - entsprechend dürften einige Investoren die Chance für Gewinnmitnahmen nutzen, wie ein Frankfurter Aktienhändler sagte. Die Absage von MLP an eine Kooperation oder Übernahme durch die Bankgesellschaft Berlin (BGB) dürfte dem Händler zufolge von untergeordneter Bedeutung sein. Beide Institute hätten ihre eigenen Probleme. Ein Zusammenschluss würde vom Markt ohnehin wenig euphorisch aufgenommen werden dürfte.

"Die Investition der BGB sehe ich als reines Finanzinvestment", sagte Karsten Keil, Aktienanalyst bei der Helabatrust. MLP hatte sich zuletzt stärker auf den Vertrieb fokussiert und dessen Unabhängigkeit gestärkt, was einer Übernahme entgegen stehe. Durch die Beteiligung der BGB könnte aber etwas Übernahmefantasie in den Wert gekommen sein, die nun möglicherweise wieder entweiche. Eine gewichtige Rolle dürften auch Gewinnmitnahmen nach der zuletzt sehr guten Kursentwicklung bei MLP spielen.

Die Bankgesellschaft hatte vergangene Woche bekannt gegeben, dass sie 5,03 Prozent der MLP-Aktien erworben hat. Dadurch waren Spekulationen über eine strategische Beteiligung oder eine Übernahme aufgekommen. MLP-Chef Uwe Schroeder-Wildberg ist den Spekulationen über eine strategische Beteiligung in einem Interview mit dem "Handelsblatt" entgegengetreten. Es sei keine Übernahme oder eine Vertriebspartnerschaft geplant. MLP-Gründer und Großaktionär Manfred Lautenschläger werde zudem seinen Anteil von knapp 30 Prozent nicht verkaufen - dies bestätigte Lautenschläger dem "Handelsblatt".

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%