Mobilfunk-Boom und Schuldenabbau wurden am Markt bisher kaum honoriert – Analysten sehen daher Nachholbedarf
2004 könnte das Jahr der T-Aktie werden

Das große T strahlt wieder. Im ersten vollen Jahr als Vorstandschef der Deutschen Telekom hat Kai-Uwe Ricke den Konzern auf Kurs gebracht. Die Schulden wurden gesenkt, die Mobilfunktochter T-Mobile wächst mit hohen Raten, und operativ ist das Unternehmen in die Gewinnzone zurück gekehrt.

DÜSSELDORF. Nur für die Aktionäre hat sich die Wende des Ex-Monopolisten bisher kaum ausgezahlt. Mit Kursen um 14 Euro notiert die T-Aktie im Bereich des Emissionskurses von 28 DM im Jahr 1996. Auf Jahressicht haben sich Titel der Telekom um etwas mehr als 10 % verteuert. Damit liegen sie weit hinter dem Deutschen Aktienindex (Dax), der seit Anfang Januar um 35 % zulegte. Als eher defensiver Wert stand die T-Aktie im Schatten der Wachstums-Werte, die während der Rally der vergangenen Monate die Hauptrolle spielten.

Doch 2004 könnte nach Ansicht von Experten ein Jahr für die T-Aktionäre werden. Für die Analysten der Investmentbank Lehman Brothers ist die Deutsche Telekom der „Top-Pick“ unter den europäischen Telekom-Titeln. Zudem stuft sie die T-Aktie als einen der zehn attraktivsten Werte in Europa ein. „Die Telekom bietet ein erstklassiges Ertragswachstum gepaart mit einer attraktiven Bewertung“, schreiben die Analysten in einer Studie. Auch Ralf Hallmann, Analyst bei der Bankgesellschaft Berlin, sieht für die Telekom noch reichlich Potenzial: „Das Unternehmen hat die Erwartungen des Marktes sowohl operativ als auch beim Abbau der Verschuldung übertroffen. Das sollte sich bald im Aktienkurs widerspiegeln“, sagt er.

Voraussetzung ist aber, dass die Telekom dem guten Jahr ein weiteres folgen lässt. Und dafür sieht Hallmann gute Chancen. Vor allem die Mobilfunksparte T-Mobile, die bereits 2003 kräftig zulegte, verspricht seiner Meinung nach hohes Wachstum, insbesondere dank der US-Aktivitäten. In den USA besitzt bisher nur jeder zweite Einwohner ein Handy. Doch die Nachfrage wächst rasant. „In den USA hat die Deutsche Telekom noch gewaltiges Potenzial“ sind die Analysten von Lehman sicher. In den vergangenen Monaten hat es T-Mobile verstanden, sich einen immer größeren Teil des Mobilfunkkuchens in den USA zu sichern. Allein im dritten Quartal hat die US-Tochter 700 000 Kunden dazugewonnen. „Auch 2004 wird T-Mobile USA der größte Wachstumstreiber im Konzern sein, auch wenn der schwache Dollar etwas auf die Erträge drückt“, ist sich Analyst Hallmann sicher.

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