Moody's prüft Rating
Herabstufung von Pro Sieben Sat1 möglich

Die Ratingagentur Moody's prüft nach der Übernahme der Senderfamilie Pro Sieben Sat1 durch den US-Investor Haim Saban eine Herabstufung des Ratings des Konzerns. Pro Sieben Sat1 rechnet aber nicht mit einer Verschlechterung der Bonitätsbewertung.

Reuters FRANKFURT/LONDON. Moody's teilte am Dienstag mit, das langfristige Rating für vorrangige unbesicherte Verbindlichkeiten von derzeit „Ba3“ werde auf eine Herabstufung geprüft, weil die veränderten Eigentümerverhältnisse des Unternehmens das künftige Geschäfts- und Finanzrisiko beeinflussen könnten. „Wenn Moody's überzeugt ist, dass das Risikoprofil von Pro Sieben Sat1 unter dem neuen Eigentümer stabil bleibt, wird das Rating bestätigt werden“, hieß es in der Mitteilung. Ein Sprecher von Pro Sieben Sat1 sagte, eine Überprüfung des Ratings nach einem Eigentümerwechsel sei reine Routine. „Wir rechnen nicht mit einem Downgrade“, fügte er hinzu.

Der US-Medienunternehmer Haim Saban hat mit 72 % der Stammaktien die Kontrolle über Deutschlands größten TV-Konzern erlangt und will eine Kapitalerhöhung über 280 Mill. € finanzieren. Anleger und Analysten erhoffen sich durch das Ende des fast eineinhalbjährigen Bieterwettstreits um Pro Sieben Sat1 eine Stabilisierung des Geschäfts und durch den in Hollywood lebenden Saban neue Impulse für das TV-Programm.

Eine Herabstufung der Bonität von Pro Sieben Sat1 hätte möglicherweise Konsequenzen für die 2009 fällige Hochzinsanleihe der Senderfamilie im Volumen von 200 Mill. €. Bei einem Eigentümerwechsel und gleichzeitiger Herabstufung wäre nämlich eine vorzeitige Ablösung der Anleihe fällig. Pro Sieben Sat1-Finanzchef Lothar Lanz hatte bereits vergangene Woche gesagt, ein solches Szenario sei eher unwahrscheinlich.

Die Ratingagentur Fitch bestätigte am Dienstag ihr Rating für die ungesicherten Verbindlichkeiten von Pro Sieben Sat1 mit „BB“. „Durch die Stabilität, finanzielle Ressourcen und Expertise, die die neue Gesellschafterstruktur mitbringt, sollte sich das Management wieder auf das operative Geschäft konzentrieren können."

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