Morgan Stanley vs. Goldman Sachs
Analysten uneins über Aktien-Prognosen

Um diese Jahreszeit türmen sich die Prognosen für die Entwicklung der Aktienmärkte im kommenden Jahr. Bemerkenswert ist: Zwei der profiliertesten Analysten liegen bei einem fundamentalen Aspekt über Kreuz.
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Das Kurs-/Gewinnverhältnis im US-Börsenbarometer Standard & Poor's 500 Index ist seit über drei Jahren stetig gestiegen. Seit Oktober 2011 hat das KGV laut Daten von Bloomberg um 54 Prozent auf 18,3 zugelegt, basierend auf den vorgelegten Ergebnissen. Auf Basis der für die kommenden zwölf Monate erwarteten Gewinne ist das KGV um 58 Prozent auf 16,1 gestiegen.

Für steigende Bewertungen gibt es unterschiedliche Gründe. Einigen Investoren mag der Ausblick für die Volkswirtschaft und das Wachstum der Unternehmensgewinne mehr gefallen. Und sie sind zuversichtlich, dass Aktien ein „guter Kauf“ sind, auch wenn sie nicht billig sind.

Beim jüngsten Bewertungsanstieg spielt auch eine Rolle, dass Festverzinsliche nur magere Erträge abwerfen, was Aktien attraktiver aussehen lässt und ebenfalls Bewertungen hochtreibt. Andere Investoren jagen vielleicht nur dem Momentum hinterher.

Für David Kostin von Goldman Sachs wird die Party bei den Bewertungen wohl bald zu Ende sein. Er geht davon aus, dass das in die Zukunft gerichtet KGV in der zweiten Jahreshälfte 2015 auf 16 zurückfallen wird. Das heißt, der Kursanstieg würde nicht einmal mit dem Wachstum der Gewinne schritthalten.

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Morgan Stanley zeigt sich optimistisch

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