Aktien
Morphosys-Aktie steigt wegen Übernahmefantasie kräftig an

Die Aktie des Biotechnologieunternehmens Morphosys hat am Dienstag bei überdurchschnittlich hohen Umsätzen deutliche Kursgewinne verbucht. Die Aktie profitiere von zunehmender Übernahmefantasie, sagten Börsianer einhellig.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktie des Biotechnologieunternehmens Morphosys hat am Dienstag bei überdurchschnittlich hohen Umsätzen deutliche Kursgewinne verbucht. Die Aktie profitiere von zunehmender Übernahmefantasie, sagten Börsianer einhellig. Die im TecDax notierte Morphosys-Aktie stieg bis 13.10 Uhr um satte 11,46 Prozent auf 44,56 Euro und lag damit mit weitem Abstand an der Spitze des Index. Der TecDax fiel zeitgleich um 0,39 Prozent auf 508,84 Punkte.

"Das dritte Quartal hat gezeigt, wo die Reise bei Morphosys hingehen kann und das gute Ergebnis hat wohl einige größere Investoren aufmerksam gemacht", sagte Analyst Martin Possienke von equinet. Possienke, der die Aktie mit einem Kursziel von 35 Euro als "Hold" eingestuft hat, wies zudem darauf hin, dass in dem Papier häufig starke Schwankungen zu sehen seien. "Vorstellbar ist, dass heute Übernahmefantasien am Markt gespielt werden", sagte Possienke weiter. "Wir kommentieren diese Gerüchte nicht", sagte ein Sprecherin von Morphosys der Finanz-Nachrichteagentur dpa-AFX auf Anfrage.

"Schering oder Novartis werden öfter genannt, wenn es um Übernahmegerüchte bei Morphosys geht", sagte ein Händler. Konkrete Gerüchte über eine Übernahme gibt es aber nicht," bestätigte er. Im Mai hatte Morphosys einen Kooperationsvertrag mit dem Schweizer Pharmakonzern Novartis in der Antikörperforschung bekannt gegeben.

Morphosys hatte kürzlich für das dritte Quartal einen Überschuss von 2,1 Mill. Euro nach einem Fehlbetrag von 1,8 Mill. Euro im Vorjahr gemeldet. Der Umsatz sei von 3,6 auf 6,7 Mill. Euro gestiegen. Im kommenden Jahr erwarte Morphosys ein positives Ergebnis und werde damit die Entwicklung zur Profitabilität abschliessen.

Der Berliner Pharmakonzern Schering hält nach Morphosys-Angaben 6,62 Prozent an dem Unternehmen, während Novartis mit rund neun Prozent hält und die britische Cambridge Antibody Technology mit 10,87 Prozent an dem TecDax-Wert beteiligt ist.

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