Münchener Baumaschinen-Hersteller
Wacker Construction peilt erneut die Börse an

Die Geschichte der heutigen Wacker Construction Equipment AG liest sich wie Paradebeispiel des deutschen Mittelstands. Dennoch plant das Traditionsunternehmen, das sich derzeit fast ausschließlich in Familienhand befindet, den Börsengang. Nach offizieller Lesart noch im Frühjahr.

scc FRANKFURT. Im Jahr 1848 als Schmiede in Dresden gegründet, nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Totalverlust der Produktionsstätten im oberfränkischen Kulmbach neu gestartet und seither zu einem der weltweit führenden Entwickler und Produzenten für kompakte Baumaschinen aufgestiegen: Die Geschichte der heutigen Wacker Construction Equipment AG liest sich wie Paradebeispiel des deutschen Mittelstands. Dennoch plant das Traditionsunternehmen, das sich derzeit fast ausschließlich in Familienhand befindet, den Börsengang.

Nach offizieller Lesart noch im Frühjahr – also in den nächsten Wochen – will der Hersteller von leichten Baumaschinen sein Debüt im Premiumsegment Prime Standard geben. „Wir sind inzwischen auch bereit für den Börsengang“, sagt Vorstandschef Georg Sick. Das war Wacker Construction im Juni vergangenen Jahres auch schon. Doch da verhagelte ein schlechtes Börsenklima und das damit zusammen hängende mangelnde Investoreninteresse den Gang auf das Börsenparkett. Weil ein angemessener Preis nicht zu erzielen war, wurde das Börsendebüt kurzerhand verschoben.

Wie hoch diesmal der erhoffte Erlös ausfallen soll, ist noch offen. Damals hatte das Management wegen der unsicheren Börsenlage die sehr breite Spanne von 80 Mill. bis 120 Mill. Euro angestrebt. Gleichgeblieben sind indes mit der Deutschen Bank, dem Bankhaus Sal. Oppenheim und der Schweizer Großbank UBS die begleitenden Banken. Unter anderem sollen mit dem Emissionserlös das Vermietgeschäft in Zentraleuropa sowie die Kapazitäten im Bereich Kompakt-Baumaschinen ausgebaut werden.

Zudem ist in diesem Jahr der Zusammenschluss mit der österreichischen Neuson Kramer Baumaschinen AG geplant, einem der führenden europäischen Anbieter für kompakte Baumaschinen. Die Schmiede von Einst könnte so knapp 160 Jahre später ein neues Kapitel ihrer bewegten Firmengeschichte aufschlagen.

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