Aktien
Münchener Rück fest - Schadenschätzung für US-Hurrikane

Die Aktien der Münchener Rück haben sich am Mittwoch nach Veröffentlichung der ersten Schadenschätzung zu den US-Wirbelstürmen "Rita" und "Katrina" fest entwickelt.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien der Münchener Rück haben sich am Mittwoch nach Veröffentlichung der ersten Schadenschätzung zu den US-Wirbelstürmen "Rita" und "Katrina" fest entwickelt. Die Schadenschätzung für den Hurrikan "Katrina" sei zwar drastisch erhöht worden, insgesamt habe die Prognose aber positiv überrascht, hieß es an der Börse.

Bis 10.25 Uhr gewannen die Titel des weltgrößten Rückversicherers 1,32 Prozent auf 94,35 Euro. Der Dax stieg um 1,07 Prozent auf 5 019,46 Zähler. Im vorbörslichen Handel hatten die Aktien zunächst nachgegeben, bereits zum Auftakt des Xetra-Handels stiegen sie um gut ein Prozent. "Nach einem ersten Schreck haben die Investoren offenbar nachgerechnet und festgestellt, dass die Schäden gar nicht höher ausfallen werden als erwartet", sagten Händler.

"Die Analysten haben insgesamt mit Schäden in Höhe von 1,4 Mrd. Euro gerechnet - nun fallen die Schätzungen mit 1,1 Mrd. gar nicht so schlecht aus wie erwartet", sagte auch ein anderer Händler. Zudem habe sich der Rückversicherer optimistisch geäußert, das Ergebnisziel von zwölf Prozent Rendite auf das Eigenkapital noch erreichen zu können.

Die Analysten der Landesbank Rheinland Pfalz (LRP) bestätigten die Papiere unterdessen mit "Outperformer". Auch das Kursziel von 105,00 Euro zum Jahresende bekräftigte Analyst Jochen Schmitt. Die bisherige Beurteilung des Titels bleibe unverändert, da die LRP in der "kommenden Erneuerungsrunde mit einem hohen Preisniveau am Rückversicherungsmarkt" rechnet. Analyst Jochen Schmitt hob hervor, dass die Münchener Rück am Ziel für 2005 festhalte, sofern die HVB-Übernahme vollzogen werde. Dies werde allerdings erheblich von Kapitalanlagegewinnen (u.a. HVB-Verkauf) positiv beeinflusst.

Die weltgrößte Rückversicherung hatte die Schadenschätzung für den Hurrikan "Katrina" drastisch angehoben. Die mögliche Belastung für die Gruppe betrage brutto rund 1,1 Mrd. Euro. "Die bisherigen Naturereignisse kosten deutlich mehr als für die ersten neun Monate zu erwarten war. Dennoch sind wir weiterhin optimistisch, dass wir unser Ergebnisziel von zwölf Prozent Rendite auf das Eigenkapital erreichen." Wie immer gelte der Vorbehalt, dass in den verbleibenden drei Monaten des Geschäftsjahres außergewöhnliche Entwicklungen bei Großschäden und auf dem Kapitalmarkt ausblieben.

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