Aktien
Münchener Rück trotz Hurrikan 'Ivan' sehr fest - Converium

Schwierigkeiten des Schweizer Konkurrenten Converium haben die Aktie der Münchener Rück am Montag mit dem festen Markt zulegen lassen. Während der DAX um 1,13 % auf 3 929,64 Punkte anzog, kletterte der Kurs der Münchener Rück um 1,18 % auf 79,93 €. Ein Händler sah mögliche Schäden des Hurrikans Ivan bereits im Kurs enthalten.

dpa-afx FRANKFURT. Schwierigkeiten des Schweizer Konkurrenten Converium haben die Aktie der Münchener Rück am Montag mit dem festen Markt zulegen lassen. Während der DAX um 1,13 % auf 3 929,64 Punkte anzog, kletterte der Kurs der Münchener Rück um 1,18 % auf 79,93 €. Ein Händler sah mögliche Schäden des Hurrikans Ivan bereits im Kurs enthalten.

"Die Aktien der Münchener Rück profitieren von der Nachricht, dass Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit des Schweizer Rückversicherers Converium hat", sagte Analyst Jochen Schmitt von der Landesbank Rheinland-Pfalz. Ein Frankfurter Aktienhändler erklärte die Kursgewinne zudem mit der Hoffnung, dass der US-Bundesstaat Florida, das in den vergangenen Wochen schon von den Wirbelstürmen "Charley" und "Frances" heimgesucht worden war, von "Ivan" aber möglicherweise verschont bleibt.

Nach Ansicht von Analyst Christian Hamman von der Hypovereinsbank profitierte die Aktie gleich von zwei wichtigen Einflussfaktoren. Diese überwögen auch einen möglichen negativen Einfluss durch die jüngste Aussage des Managements, der Hurrikan Ivan könnte die Prognose gefährden. "Mit der Herabstufung von Converium durch S & P ist ein wichtiger Konkurrent ziemlich unter Druck gekommen", sagte der Experte. Nachdem bereits vor zwei Jahren bei der französischen Scor daraufhin viele Kunden verunsichert abgewandert seien, erwarte der Markt nun auch dies Mal Zugewinne bei der Münchener Rück. S & P hatte Converium am Freitag von "A-" auf "BBB" gesenkt.

Positiv ist laut Hamman zudem die Aussage, auf Prämien zu verzichten, wenn die Preise zu niedrig seien. Der Rückversicherer wolle seine Profitabilität nicht gefährden. Mitte der Neunziger Jahre habe der Konzern hingegen Geschäft um jeden Preis gemacht und die Profitabilität damit verloren, erinnerte sich der Experte.

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