Nach Absturz

Aktien von K+S setzen Talfahrt fort

Schon der Dienstag war ein Katastrophentag für die Aktien von K+S. Doch der Abwärtstrend des Salzherstellers und Dax-Wertes ist noch nicht beendet. Dabei hat das Papier bereits mehr als 20 Prozent verloren.
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Das Logo des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S in Kassel (Hessen): Die Aktie trudelt dahin. Quelle: dpa

Das Logo des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S in Kassel (Hessen): Die Aktie trudelt dahin.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Aktien von K+S haben am Mittwochnachmittag ihre Talfahrt vom Vortag fortgesetzt und die rote Laterne im Dax übernommen. Die Papiere des Kali- und Salzherstellers verloren nach einer ganzen Flut von negativen Analystenkommentaren in der Spitze 11,3 Prozent auf 17,95 Euro, womit so niedrig wie zuletzt Mitte März 2007 notierten. In den vergangenen zwei Handelstagen haben die Papiere damit mehr als 30 Prozent an Wert eingebüßt.

Die Entscheidung des russischen Herstellers Uralkali, aus dem weltgrößten Exportverbund BPC auszutreten, habe die Welt des Kali-Geschäfts verändert, urteilte Commerzbank-Analyst Lutz Grueten. Die alte Regel, dass bei dem Rohstoff der Preis vor der Menge der Förderung gehe, gelte nicht mehr. Basierend auf der Annahme, dass die Kalipreise langfristig auf 300 Dollar je Tonne fallen könnten, rechne er mit einem um 84 Prozent geringeren Gewinn pro Aktie. Grueten senkte sein Kursziel für die Papiere auf 14 Euro mit der Einschätzung „reduce“. Die Analysten von Bank of America/Merrill Lynch hatten zuvor schon ihr Kursziel auf 13 Euro halbiert.

  • rtr
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11 Kommentare zu "Nach Absturz: Aktien von K+S setzen Talfahrt fort"

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  • Dieser Überzeugung bin ich auch. Warum sollte sich ein Unternehmen freiwillig den Wettbewerb aussetzen wenn es eine exklusive Position mit enormen Gewinnmargen haben kann. Den Gewinnrückgang können sie auch nicht durch Absatzwachstum ausgleichen. Außerdem hat Uralkali eine Konsolidierung in der Kalibranche geäußert, womit nicht nur die Kalipreise sondern sicherlich auch die Anzahl der Wettbewerber gemeint ist. K+S ist ein guter Übernahme-Kandidat mit viel Cash und einer hohen EK-Quote zu einem mittlerweile 30% Rabatt.

  • Uralkali hat mit diesem Schritt eine Übernahme von K&S eingeleitet.Nicht mehr und nicht weniger !Uralkali kann es sich auf Dauer selbst nicht leisen,den Preis für Kali auf
    300 Dollar zu akzeptieren.K&S soll mürbe gemacht werden um
    dann gefressen zu werden .

  • Alle die sich über hohe Verluste beklagen sind selbst schuld.
    Seit weit über 18 Monaten verfällt der Kurs von K+S, und das aus bekannten Gründen (Überkapazitäten im Markt, absehbarer und zunehmender Preisverfall, steigende Energiekosten usw.). Es blieb also genug Zeit, um sich von dem Invest zu trennen. Im übrigen gibt es ein sog. "Risiko-Management", mit dem man sich vor übergroßen Verlusten absichern kann (nicht nur mittels SL).
    Und diejenigen, die unter 30 oder gar unter 25 Euro eingestiegen sind, haben sich, bewusst oder aus Dummheit, auf einen Zock eingelassen...
    Der Grund für hohe Verluste ist also pure Dummheit. Und da hält sich mein Mitleid in Grenzen, insbesondere bei lautem Jammern und Schuldabwälzen...

  • ...und wieder fährt der Kleinanleger dicke Verluste ein und weiß nicht, ob er jetzt verkaufen oder halten soll. Man sieht hier mal wieder wie riskant Aktien sind.

  • sag ich schon seit einem halben jahr,jeden Tag warne ich vor diesem Unternehmen und dass es einfach zerschossen wird weil sie sich nicht wehren.kein Kartell Beitritt,keine Aktienrückkäufe,kein Gehaltskürzung und stattdessen Aktienbetiligung.Das ist nun die Quittung die ueber mich gelacht haben als auch ueber den Vorstand der bei der nächsten HV als unfähigster K+S Lenker hochkant rausfliegt...."Wachstum erleben"...von den Opportunitätskosten will ich mal gar nicht reden,unfähige Leute

  • Nur aus der Tatsache, dass Aktienkurse fallen, würde ich keine Schlüsse ziehen.

  • Ich habe den Eindruck, daß irgendwo auf dieser Welt die nächste Übernahme eines deutschen Qualitätsuntermehmens beschlossen worden ist und jetzt durchgezogen wird. In spätestens zwei Jahren ist K+S in ausländischer Hand.

  • @ sieg-fried

    Wer jetzt bei K&S langfristig einsteigt, sollte damit rechnen, dass 26 € bzw. 40% Rendite das maximal Mögliche für die nächsten 3 Jahre ist.

    Das schlimmste Szenario ist aber, dass K&S in 3 Jahren Insolvenz anmelden muss. Sind wir aber nicht so pessimistisch und nehmen die Mitte, dann sind wir bei 5-10 € Kursziel für die nächsten 3 Jahre.

    Die Zukunft wird uns allen offenbaren, wie der aktuelle Stand der Dinge tatsächlich ist. Meine persönliche Meinung ist aber, dass K&S pleite gehen wird, sollte der Preiskampf mit Uralkali fortgeführt werden.

  • Dass Uralkali aus der Allianz u.a. mit K&S ausgestiegen ist und nun auf Preiskrieg setzt, könnte ein Hinweis darauf sein,
    dass die Tage von K&S gezählt sein könnten.

    Denn Uralkali würde nur dann einen Preiskrieg in Kauf nehmen, wenn sie wüssten, dass ein Wettbewerber bald vom Markt verschwindet und Uralkali höhere Preise durchsetzen kann.

    Russland ist bekanntlich der WTO beigetreten. So lange Uralkali keinen unlauteren Wettbewerb betreibt, müssen die Zielmärkte von K&S die russischen Produkte akzeptieren. Dann dauert es vielleicht 3-5 Jahre und K&S ist raus aus dem Markt. Siehe hierzu die deutschen Photovoltaik-Hersteller.


    Mit anderen Worten: In K&S würde ich jetzt keinen Cent investieren. Wenn, dann in Uralkali.

  • Dass K + S ist ein Massengüterunternehmen mit entsprechendem Preisrisiko bei seinen "Produkten". Ich hatte mich erst vor vier Wochen gegen einen Kauf entschieden.

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