Nach Affäre um G36
Anleihen von Heckler & Koch erholen sich

Das Vertrauen kehrt zurück: Nach der Affäre um das Sturmgewehr G36 steigen die Anleihen von Heckler & Koch auf das höchste Level seit einem Monat. Grund dafür sind steigende Umsätze in den USA.
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Die Affäre um das Sturmgewehr G36 hat dem Rüstungskonzern Heckler & Koch zugesetzt. Nun erholt sich das Unternehmen wieder: Am Montag stiegen die Anleihen des Konzerns auf das höchste Level seit Beginn des Skandals. Das 295 Millionen Euro schwere Papier, das mit 9,5 Prozent verzinst wird und im Mai 2018 abläuft, legte um 3,3 Cent auf 70,7 Cent zu, wie Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg zeigen.

Die Bonds waren auf ein Drei-Jahres-Tief gefallen, nachdem bekannt wurde, dass das Sturmgewehr G36 ein Präzisionsproblem hat und bei Hitze ungenau schießt. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen überprüft nun die weitere Verwendung der Waffe. Hinzu kamen Cash-Probleme des Unternehmens, weil sich Exportlizenzen verzögerten. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte Heckler & Koch zudem „Liquiditätsschwierigkeiten“ für 2015 prophezeit.

Ein Grund für die derzeitige Erholung ist offenbar auch, dass Heckler & Koch nach eigener Aussage die Frist für eine Zinszahlung von 14 Millionen Euro einhalten kann, die in zwei Wochen abläuft. Im November hatte das Unternehmen für eine vorherige Zahlung einen Kredit aufnehmen müssen.

„Wir haben unsere Cash-Position durch erhöhte Umsätze in Amerika verbessern können“, sagte Unternehmenschef Andreas Heeschen zu Bloomberg. Mit dem Geld und einem bislang nicht genutzten Kredit könne man die Zinsen für die kommenden beiden Jahre zahlen.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
Lisa Hegemann
Lisa Hegemann
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin

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