Nach Aktiensplit
Gerry Weber zum halben Preis gefragt

Der Aktiensplit des frisch in den MDax aufgestiegenen Modeherstellers ist an der Börse gut angekommen. Die Titel setzen ihren Aufwärtstrend fort – und Analysten erwarten in den kommenden Monaten weitere Kursgewinne.
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DüsseldorfEin Aktiensplit hat die Anleger am Montag in die erst vorige Woche in den MDax aufgestiegenen Aktien von Gerry Weber gelockt. Die ex Kapitalmaßnahme gehandelten Papiere des Modekonzerns kletterten um 3,6 Prozent auf 24,15 Euro und zählten damit unter den Nebenwerten zu den größten Gewinnern. Bereits vergangene Woche legte die Aktie dank der Rückkehr in den MDax um gut sechs Prozent zu.

Das Management will durch den Split, bei dem jeder Aktionär je Aktie eine gratis dazubekommt, die Titel für ein breiteres Publikum attraktiver machen. "Unser Ziel ist es, die Gerry Weber-Aktie durch die Kursanpassung einem noch breiteren Anlegerkreis zugänglich zu machen und so letztlich die Liquidität der Aktie weiter zu erhöhen", erklärte Vorstandschef und Firmengründer Gerhard Weber. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien hat sich nach dem Schritt auf knapp 46 Millionen Stück verdoppelt, der Börsenkurs rechnerisch halbiert.

Über mangelndes Anlegerinteresse musste sich Gerry Weber in den vergangenen Jahren bereits nicht beklagen. Dank einer positiven fundamentalen Entwicklung stieg auch der Aktienkurs kontinuierlich an. Das Unternehmen konnte seinen Gewinn seit 2003 permanent steigern und verbuchte im Geschäftsjahr 2009/10 Rekordwerte bei Umsatz und Gewinn.

Die 405 in Fremd- und Eigenregie geführten Geschäfte lieferten die stärksten Wachstumsimpulse. So legte der Umsatz um 4,7 Prozent auf 621,9 Millionen Euro zu, der operative Gewinn (EBIT) um 16,9 Prozent auf 83,3 Millionen Euro. Die Aktionäre konnten sich über eine um 25 Cent auf 1,10 Euro angehobene Dividende freuen.

Für das seit November laufende Geschäftsjahr gab Konzernlenker Gerhard Weber als Ziele ein Umsatzplus von elf Prozent auf etwa 690 Millionen Euro und eine operative Umsatzrendite (EBIT-Marge) von 14 (Vorjahr: 13,4) Prozent aus. Das wäre rein rechnerisch ein Ebit von rund 97 Millionen Euro.

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