Nach Bekanntgabe des Deals
Übernahme beflügelt Papiere von DMG Mori Seiki

Die Japaner wollen das Unternehmen übernehmen und bieten gute Preise je Aktie – doch die Anleger glauben, dass da noch mehr geht. Sie gehen in Papiere des Unternehmens DMG Mori Seiki, wohl um die Offerte zu treiben.
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FrankfurtEine Übernahmeofferte hat die Aktie des westfälischen Werkzeugmaschinenbauers DMG Mori Seiki am Donnerstag auf den höchsten Stand aller Zeiten getrieben. Der gleichnamige japanische Partner bietet für die früher als Gildemeister bekannte Firma 27,50 Euro je Aktie. Anleger spekulieren offenbar auf einen höheren Preis: Der Kurs zog um bis zu 12,3 Prozent auf den Rekordwert von 28,73 Euro an.

Von der am Mittwochabend angekündigten Übernahme erhofft sich der Chef des Bielefelder Unternehmens, Rüdiger Kapitza, Wachstumspotenzial. „Mit zusammen 11.600 Mitarbeitern und rund 3,5 Milliarden Euro Umsatz werden wir Weltmarktführer“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters.

DZ-Bank-Analyst Jasko Terzic zeigte sich vom Zeitpunkt des Übernahmeangebots überrascht. Schließlich hatte Konzernchef Kapitza im März gesagt, er könne sich als möglichen Zeitpunkt für einen Zusammenschluss das Jahr 2020 vorstellen. Experte Terzic geht davon, dass die Absicht, die Beteiligung weiter auf über 75 Prozent zu erhöhen, positiv für eine weitere mögliche Wertsteigerung sei. „Zudem betrachten wir den Angebotspreis von 27,50 Euro als Boden.“

Die Analysten der Oddo Seydler Bank hoben das Kursziel für den MDax-Wert im Zuge der Übernahme auf 27,50 von 25,00 Euro. Zugleich senkten sie aber wegen des starken Kursanstiegs ihr Anlageurteil auf „Hold“ von „Buy“. Sie raten den Aktionären, das Angebot noch nicht anzunehmen und zunächst die Zahlen für das Geschäftsjahr abzuwarten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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