Nach dem Absturz
Die Stunde der Schnäppchenjäger

Seit Tagen geht es an den Börsen abwärts. Doch nicht alle Aktien haben das verdient. Wer mutig genug ist, kann jetzt günstig einkaufen. Welche Aktien bei Analysten hoch im Kurs stehen.
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DüsseldorfDie Anleger sind geschockt. Seit Tagen geht es an den Börsen abwärts. Am Mittwoch rutschte der Deutsche Aktienindex (Dax) sogar kurz unter 6600 Punkte – kaum zu glauben, dass er nur eine Woche vorher noch bei 7300 Zählern lag.

Die Gründe für den Absturz sind zahlreich: Neben der Angst vor einer Rezession in den USA flammt die Schuldenkrise in Europa wieder auf. Und noch etwas kommt erschwerend hinzu: In den letzten zwei Jahren haben die deutschen Unternehmen ihre Gewinne stetig gesteigert. Anleger konnten sich darauf verlassen, dass neue Quartalszahlen besser ausfallen als die vorangegangenen – entsprechend legten die Börsen zu. Diesmal ist das anders. Die Zahlen, die die Unternehmen in diesen Tagen präsentieren, fallen überwiegend nicht so aus wie von den Anlegern erhofft.

„Bei den Finanzwerten waren die Ergebnisse schwach, entsprachen aber den Prognosen. Bei manchen Industriesektoren waren die Investoren zuversichtlicher – und wenn sie dann enttäuscht wurden, hat die Aktie stark reagiert“, sagt Ben Ritchie, Vermögensverwalter bei Aberdeen Asset Management.

Nach Angaben des Datenanbieters Bloomberg haben mehr als 50 Prozent der europäischen Unternehmen die Erwartungen der Analysten verfehlt. Einen so schlechten Wert hat es seit 2006 nicht mehr gegeben. Die Analysten müssen ihre Schätzungen jetzt schrittweise nach unten korrigieren. In der Vergangenheit haben sie entscheidende Trendwenden meist zu spät erkannt. Das ist diesmal nicht anders.

Dennoch gibt nämlich trotz allem immer noch einzelne Papiere, bei denen sich der Einstieg lohnt. Wer mutig genug ist, geht auf Schnäppchenjagd – erst recht, seitdem der Dax unter 7000 Punkte gefallen ist.

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