Nach der Baseler Entscheidung
Diese Bankaktien haben profitiert

Kaum haben die Baseler Aufseher beschlossen, die Vorgaben zur Schuldenbremse bei Banken aufzuweichen, steigen europaweit die Aktien der großen Institute. Wer zu den Gewinnern auf dem Parkett zählt.
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FrankfurtBankaktien waren am Montag die Gewinner an Europas Börsen. Der Index für die europäischen Banken stieg um bis zu 1,5 Prozent und notierte mit 205,47 Punkten auf dem höchsten Stand seit April 2011. Dax und EuroStoxx50 lagen jeweils knapp im Plus bei 9489 beziehungsweise 3105 Punkten. Grund für den Jubel: die sogenannte ‚Leverage Ratio‘ wird von Aufsehern künftig weniger streng ausgelegt als befürchtet.

Im Detail verlangen die Baseler Regulierer zwar weiterhin, dass das Eigenkapital der Banken mindestens drei Prozent ihrer bilanzierten Vermögenswerte beträgt. Doch können nun Derivate, etwa zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken, mit gleicher Laufzeit und gleichem Adressaten verrechnet werden. So wird die Bilanz kürzer – und mit weniger Eigenkapital kann die gleiche Quote erreicht werden. Auch gewisse außerbörsliche Geschäfte müssen nicht länger mit Eigenkapital hinterlegt werden.

„Von der veränderten Berechnung der Verschuldungsquote dürften die Investmentbanken am meisten profitieren“, schrieb Analyst Gary Greenwood von Shore Capital in einem Kommentar. Tatsächlich halten die großen Institute, allen voran die Deutsche Bank, in der Regel viele Derivate in der Bilanz. Der Unterschied zwischen den bisherigen Plänen und den neuen Vorschlägen fällt daher besonders groß aus.

So legten die Aktien des deutschen Branchenprimus nach den Verlautbarungen aus Basel denn auch um knapp vier Prozent zu und waren damit so teuer wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Daneben konnten auch die Schweizer UBS (plus 9,7 Prozent) und die britische Barclays (plus 2,8 Prozent) im montäglichen Handel mit Kursgewinnen punkten. Deutsche, UBS und Barclays führten zwischenzeitlich auch den europäischen Auswahlindex Stoxx50 an.

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„Banken haben Luft zum Atmen“

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