Nach der Sanierung geht es wieder aufwärts
Epcos findet Anschluss

FRANKFURT. In den vergangenen zwölf Monaten haben die Epcos-Papiere um knapp 30 Prozent auf über 16 Euro zugelegt. Analysten bewerten die Aktie überwiegend positiv. Laut dem Finanzinformationsdienst Bloomberg empfiehlt rund die Hälfte der Analysten, die das Unternehmen beobachten, die Aktie zu kaufen, mehr als ein Viertel stufen sie mit „halten“ ein; rund ein Fünftel sagt „verkaufen“. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis(KGV) von 19 gehört Epcos zu den vergleichsweise günstigen TecDax-Werten.

Die frühere Siemens-Tochter hatte in den vergangenen Jahren große Teile ihrer Produktion in Niedriglohnländer verlagert und sich von verlustbringenden Bereichen getrennt. Der Hersteller von elektronischen Modulen und Bauelementen für beispielsweise Handys und Autos ist insgesamt in drei Segmenten aktiv.

Die Keramiksparte gilt als potenzielles Wachstumssegment. Bei den Bauteilen für die kraftstoffsparenden Piezo-Einspritzsysteme habe Epcos seine Hausaufgaben gemacht, sagt Jürgen Wagner, Analyst bei Sal. Oppenheim. Epcos hatte den Piezo-Vertrag neu verhandelt und bessere Konditionen für sich herausgeschlagen. Zwar macht das Unternehmen mit den Bauteilen noch immer Verluste; die Münchener konnte diesen aber im letzten Quartal senken. Langfristig wird die Technik als Wachstumstreiber gesehen.

Ebenfalls positiv wird das Geschäft mit Mobiltelefonen eingeschätzt. Epcos entwickelt spezielle Filter sowie ganze Module für 3G-Handys, die Mobiltelefone der dritten Generation. Eine Belebung des Geschäfts mit den Mobiltelefonherstellern wird ab Sommer dieses Jahres erwartet. Bei den SAW-Filtern sei Epcos gut positioniert und erreiche zweistellige EBIT-Margen, sagt Wagner. Er hat die Aktie als Kauf eingestuft und das Kursziel auf 17,50 Euro angehoben. Damit hat die Aktie noch Luft nach oben.

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