Nach erfolgreichem Börsengang
Conergy-IPO: Private machen Kasse

Die Aktien des Solaranlagenanbieters Conergy sind am Donnerstag erfolgreich an der Börse gestartet. Der erste Kurs wurde an der Frankfurter Wertpapierbörse bei 71,00 Euro festgestellt, ein Plus von 31 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis von 54 Euro.

Das Hamburger Unternehmen hatte seine Papiere zu je 54 Euro am obersten Ende der Zeichnungsspanne ausgegeben. Im Laufe des Vormittags fielen die Titel bei lebhaftem Handel deutlich unter die Erstnotiz und standen um 10.30 Uhr bei 66,39 Euro.

„Nach der hohen Erstnotiz streichen vor allem private Anleger ihre Kursgewinne gleich wieder ein“, sagte Veith Curtius von Lang & Schwarz. Der Aktienhändler sprach von einem „extrem lebhaften Handel“. Der erfolgreiche Börsengang von Premiere hatte Investoren gezeigt, dass mit Zeichnungen und mit dem Handel per Erscheinen wieder Geld zu verdienen ist. Dies habe schon außerbörslich für eine lebhafte Nachfrage nach Conergy-Aktien gesorgt. Ein Aktienhändler von Concord Effekten sprach ebenfalls von Gewinnmitnahmen. „Gerade Privatanleger machen nun Kasse.“

Conergy-Chef: "Freue mich irrsinnig."

Conergy-Chef Hans-Martin Rüter beobachtet den Börsenstart seines Unternehmens in Frankfurt an der Börse und sagte: „Wir freuen uns irrsinnig, dass die Aktie so gut aufgenommen worden ist.“ Das Unternehmen, das zum ersten Börsenpreis mit 710 Millionen Euro bewertet wird, strebt eine Aufnahme in den Technologieindex TecDax an.

Conergy platziert einschließlich einer Mehrzuteilungsoption bis zu 4,5 Millionen Aktien. Das Emissionsvolumen beläuft sich damit auf bis zu 243 Millionen Euro. Dem Unternehmen fließen nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro zu. Das Angebot war nach Angaben von Conergy insgesamt 29-fach überzeichnet. Mit dem frischen Kapital will Vorstandschef Rüter die Expansion vor allem im Ausland vorantreiben. Conergy hatte bereits 2001 einen Börsengang anvisiert, diesen aber in letzter Minute unter Verweis auf die damals schwierigen Marktbedingungen abgesagt.

Der Ausgabepreis für Conergy-Aktien hatte nach Einschätzung von Merck Finck & Co noch etwas Spielraum nach oben gelassen. Das Unternehmen operiere in einem boomenden Markt und entsprechend sei positive Fantasie vorhanden, sagte Analyst Theo Kitz. Mit dem Blick auf den künftigen freien Mittelzufluss errechnet Kitz einen fairen Wert von 72 Euro je Aktie.

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