Nach Fusion mit MetroPCS
Telekom-Tochter geht an die New Yorker Börse

T-Mobile USA wagt nach der Fusion mit MetroPCS den Börsenstart in den USA. Das Debüt an der New York Stock Exchange verlief erfolgreich. Dabei hat die Deutsche Telekom schlechte Erfahrungen mit der US-Börse gemacht.
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New YorkT-Mobile USA, die viertgrößte US-Mobilfunkgesellschaft, hat am Mittwoch ihr Börsendebüt an der New York Stock Exchange hingelegt. Der Aktienkurs ist am ersten Handelstag bis zu neun Prozent hochgeschnellt. Die Titel kletterten an der New York Stock Exchange in der Spitze bis auf 16,99 Dollar. Im Mittagshandel notierte die Aktie bei 16,56 Dollar rund 6,3 Prozent höher.

Zuvor hatte die US-Tochter der Deutschen Telekom ihren Zusammenschluss mit dem kleineren Konkurrenten MetroPCS abgeschlossen. Die neue Aktie wird unter dem Ticker TMUS gehandelt. Die fusionierte Gesellschaft behält den Namen T-Mobile USA behalten und ihren Standort am Firmensitz im Bundesstaat Washington an der US-Westküste.

Seit dem Zusammenschluss hält die Deutsche Telekom einen Anteil von 74 Prozent am fusionierten Unternehmen. Die MetroPCS-Aktionäre erhalten 1,5 Milliarden US-Dollar oder 4,06 Dollar je Aktie in bar sowie die restlichen Anteile an dem Unternehmen. Unter Berücksichtigung der Barzahlung und eines Kapitaleinschusses der Deutschen Telekom über einen Kredit könnte die Aktie den Handel in einer Spanne von 15 bis 16 Dollar aufnehmen, erwartet Todd Rethemeier, Analyst bei Hudson Square Research in New York.

„Natürlich können sich Aktien bei komplizierteren Zusammenschlüssen wie diesem anfangs etwas seltsam verhalten“, warnt Rethemeier, der selbst ein Kursziel von 16 Dollar für das neue Unternehmen festgesetzt hat. Als viertgrößter US-Mobilfunkkonzern hat T-Mobile mehr als 40 Millionen Kunden und besitzt mit MetroPCS nun auch über eine größere Anzahl an Funklizenzen für die Bereitstellung schneller Dienste (LTE), um mit den größten Anbietern Verizon Wireless, AT&T Inc. und Sprint Nextel Corp. konkurrieren zu können.

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Deutsche Telekom wollte weg von der US-Börse

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  • " 2010 jedoch verabschiedete sich die Telekom nach 14 Jahren ", weil Obermann &Co keinen Bock mehr auf die scharfen Regulierungsregeln (SOX-Compliance) mehr hatte.

    Die wollten lieber weiter aus dem provinziellen Bonn ungestört ihre Aktionärskapitalvernichtung weiterwursteln...

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