Nach kräftigen Kursgewinnen im laufenden Jahr überwiegen nach Ansicht von Experten jetzt die Risiken
Stahlaktien gelten als ausgereizt

Kaum eine Branche stand an der Börse in diesem Jahr so hoch im Kurs wie die der Stahlhersteller. Anleger, die früh auf die Aktien setzten, können sich über kräftige Kursgewinne freuen. Während der Deutsche Aktienindex seit Anfang des Jahres vor sich hin dümpelt, legten die meisten Stahlaktien deutlich zu. So liegen die Titel von Voestalpine und Salzgitter rund 60 Prozent im Plus. Auch die Papiere von Arcelor und Corus schnitten kaum schlechter ab.

DÜSSELDORF. Angetrieben wurde der Boom der Branche vor allem von dem Stahlhunger Chinas. Allein im vergangenen Jahr importierte das Riesenreich über 40 Millionen Tonnen des Rohstoffs. Ein Wert, der im laufenden Jahr noch deutlich übertroffen wird. Grund genug für die Raiffeisen Centrobank ein Basket-Zertifikat aufzulegen, das die Kursentwicklung der wichtigsten zehn Stahlkonzerne abbildet.

Wer jetzt noch bei Stahlaktien einsteigt, könnte allerdings zu spät kommen. Obwohl viele Analysten die Aktien immer noch zum Kauf empfehlen, ist Vorsicht angebracht. Ein Einbruch der Nachfrage ist Experten zufolge in den kommenden Monaten zwar nicht zu erwarten, „das Wachstum wird sich aber abschwächen“, sagt Thomas Hofmann, Analyst bei der Landesbank Rheinland-Pfalz.

Zudem müssen sich die Konzerne in Zukunft an ihren jetzt erreichten Rekordergebnissen messen lassen. Positive Überraschungen und deutliche Ergebnis- Steigerungen sind im kommenden Jahr schwerer zu erreichen. Wie schnell sich Investoren enttäuscht zurückziehen, zeigte sich bei der Vorlage der Quartalszahlen des Branchenprimus Arcelor. Obwohl der Luxemburger Konzern im dritten Quartal fast fünfmal so viel erwirtschaftet hat wie im Vorjahr, gab dessen Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen fast zwei Prozent nach.

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