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Nach Milliarden-Zukauf brechen Julius Bär ein - UBS im Plus

Der jüngste Umbruch in der Schweizer Bankenlandschaft hat am Montag zu extrem unterschiedlichen Kursentwicklungen für die beteiligten Finanzinstitute geführt. Der Kauf des UBS-Privatkundengeschäftes durch Julius Bär für 5,6 Mrd.

dpa-afx ZÜRICH. Der jüngste Umbruch in der Schweizer Bankenlandschaft hat am Montag zu extrem unterschiedlichen Kursentwicklungen für die beteiligten Finanzinstitute geführt. Der Kauf des UBS-Privatkundengeschäftes durch Julius Bär für 5,6 Mrd. Franken wurde von Experten und Händlern am Schweizer Aktienmarkt grundsätzlich positiv beurteilt. Allerdings wiesen sie auch auf den hohen Preis hin.

Julius Bär brachen bis 12.00 Uhr um 6,95 Prozent auf 84,35 Schweizer Franken ein, UBS gewannen 0,68 Prozent auf 103,90 Franken hinzu. Der SMI-Index wurde praktisch unverändert bei 6 530,96 Punkten festgestellt.

Die Anleger sahen sich nach Darstellung von Marktbeobachtern gezwungen, das jüngste Engagement bei Julius Bär rückgängig zu machen. Am vergangenen Freitag hatten die Papiere um rund acht Prozent zugelegt, weil viele Investoren auf Grund von Gerüchten damit gerechnet hatten, dass das Bankhaus übernommen wird und nicht selbst als Akquisiteur auftritt.

Die Analystin Claudia Meier vom Schweizer Bankhaus Vontobel sieht in dem Schritt für Julius Bär gute Zukunftschancen. So könne die Bank etwa mit der Übernahme des Vermögensverwalters GAM ihr Angebot an alternativen Produkten deutlich ausbauen. Auf der anderen Seite sei der Kaufpreis mit 4,7 Prozent der verwalteten Vermögen relativ teuer und führe bei Julius Bär zu einer Kapitalerhöhung nebst Gewinnverwässerung.

Für die UBS hat sich der Verkauf nach Ansicht der Züricher Kantonalbank (ZKB) gelohnt. Der Schritt sei sowohl in strategischer wie in finanzieller Hinsicht positiv zu beurteilen, sagte Analyst Christoph Ritschard. Die UBS müsse nun aber das generierte Kapital möglichst ebenso profitabel investieren wie bisher.

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